Im Zentrum ihrer Lecture-Recital-Präsentation stand die Frage, wie die Wiederbelebung des italienischen Gesangsrepertoires des 17. und 18. Jahrhunderts um die Wende zum 20. Jahrhundert durch zeitgenössische ästhetische Vorstellungen und vokale Praktiken geprägt wurde. Ausgehend von Alessandro Parisottis Ausgaben sowie frühen Tonaufnahmen untersuchte Akyaz, wie historische Arien und zeitgenössisches Opernrepertoire mit ähnlichen vokalen Techniken gestaltet wurden. Durch die Verbindung von Quellenanalyse und praktischer Aufführung erforschte sie das Spannungsfeld zwischen historischer Rekonstruktion, überlieferten Gesangstraditionen und der Opernpraxis um 1900.