Die Doktorandin Hazal Akyaz präsentierte ihre Forschung beim „Sydney Symposium 2026: Extrapolating the Sounds of 18th- and 19th-century bel canto: Processes, Practices and Pathways“, das vom 26. bis 28. Juni 2026 am Sydney Conservatorium of Music der University of Sydney stattfand. In ihrem Online-Vortrag „Saving bel canto? Reimagining the Traditional Art of Italian Singing at the Turn of the 20th Century“ widmete sie sich der historischen Entwicklung und Rezeption des Belcanto um 1900.

Im Zentrum ihrer Lecture-Recital-Präsentation stand die Frage, wie die Wiederbelebung des italienischen Gesangsrepertoires des 17. und 18. Jahrhunderts um die Wende zum 20. Jahrhundert durch zeitgenössische ästhetische Vorstellungen und vokale Praktiken geprägt wurde. Ausgehend von Alessandro Parisottis Ausgaben sowie frühen Tonaufnahmen untersuchte Akyaz, wie historische Arien und zeitgenössisches Opernrepertoire mit ähnlichen vokalen Techniken gestaltet wurden. Durch die Verbindung von Quellenanalyse und praktischer Aufführung erforschte sie das Spannungsfeld zwischen historischer Rekonstruktion, überlieferten Gesangstraditionen und der Opernpraxis um 1900.

Doktorat Forschung