Elena Mancini (*1974) wurde in Florenz geboren und wuchs in einer kulturell und historisch reichen Umgebung auf. Ihre Leidenschaft für Musik begann früh: Sie lernte Flöte, erwarb Grundkenntnisse in Violine und Gitarre und trat mit neun Jahren ihrem ersten Chor bei.

Zwischen ihrer Faszination für Naturwissenschaften und ihrer Begeisterung für Kunst, Literatur und Musik schwankend, entschied sie sich für eine klassische Schulausbildung mit Schwerpunkten in Italienisch, Latein und Altgriechisch. Obwohl sie sich für die Logopädie interessierte, da sie die menschliche Stimme besonders faszinierte, wählte sie ein Mathematikstudium mit besonderem Fokus auf deren Anwendungen in der Physik und menschlichen Physiologie. Parallel dazu sang sie in namhaften Chören und erhielt ihre ersten Grundlagen in Chorleitung bei Stefano Poli in Florenz. Mit ihrem Chor nahm sie zudem eine Weihnachts-CD auf. Die Lehrmethoden von Ma.o Poli, die unter anderem Visualisierungstechniken beinhalteten, beeinflussten sie nachhaltig und bilden heute die
Grundlage ihres Ansatzes im Unterricht für italienische Phonetik für Sänger, den sie seit 2012 an der Anton Bruckner Privatuniversität anwendet.

In ihrer musikalischen Laufbahn sammelte sie wertvolle Erfahrungen, insbesondere im Chor "Convivio Musicale Fiorentino", später "Phonè", mit Schwerpunkt auf der florentinischen Renaissance. Die Zusammenarbeit mit renommierten Ensembles der Kulturvereinigung "Musica Ricercata" und Musikern wie Michael Stüve, Igor Polesitsky und Marco Zurlo bereicherte ihre künstlerische Entwicklung und erweiterte ihr Verständnis für historische Aufführungspraxis.

2005 zog sie nach Linz und unterrichtet seitdem Italienisch als Fremdsprache. 2012 startete sie ihre Tätigkeit als Dozentin für italienische Phonetik im Bereich Gesang, die sie bis heute ausübt. Ihr interdisziplinärer Ansatz, beeinflusst von eigenen Erfahrungen mit der Logopädie und Studien in Linguistik und Gesangstechnik, wurde 2024 im Projekt “Armofonia” weiterentwickelt. 2021 vertiefte sie ihre Kenntnisse an der Synchronschule Scuola Doppiaggio Brescia unter Schauspieler Luca Gatta, wodurch sie ihre Passionen für Musik und Film verband.

In den letzten Jahren leitete sie den Chor der Bewegung "Gemeinschaft und Befreiung" in Mitteleuropa, insbesondere beim jährlichen internationalen Treffen in Esztergom, Ungarn, und trug zur musikalischen Gestaltung dieser Veranstaltungen bei.