B.A.
Iris
Heitzinger
Iris Heitzinger wurde 1980 in Linz geboren und studierte zeitgenössischen Bühnentanz an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz. Im Anschluss an ihr Studium erhielt sie ein Auslandstipendium des österreichischen Bundesministeriums, um ihre Ausbildung in England, Holland, Belgien und Finnland fortzusetzen. Im Anschluss arbeitete sie als freischaffende Tänzerin und kollaborierte mit namhaften Künstler*innen und Kompanien wie Vincent Dance Theatre, H2Dance, Jeremy Wade, Ted Stoffer, Willi Dorner, editta braun company, Helene Weinzierl, Cia. Lanònima Imperial u.a.
Seit 2007 kreiert Iris Heitzinger eigene choreografische Arbeiten, welche auf einem besonderen Interesse an kollaborativen Prozessen gründen. Diese haben sie über die Jahre mit Musiker*innen, Wissenschaftler*innen und Schauspieler*innen zusammengeführt. Ihre Arbeiten wurden in renommierten Festivals und Kulturinstitutionen präsentiert, darunter das Festival Grec, Mercat de les flors und CaixaForum in Barcelona, ARGEkultur Salzburg, Posthof Linz, etc. Sie verbindet interdisziplinäre und interkulturelle Perspektiven, um die expressiven Möglichkeiten des Körpers zu erforschen. Ihre Arbeit stellt dabei immer den Menschen in den Mittelpunkt und untersucht Empathie als künstlerisches, gesellschaftliches und politisches Konzept.
In den letzten Jahren widmete sie sich verstärkt der Entwicklung von Systemen der Komposition in Echtzeit. Sie war mehrfach zu Gast im Festival ReAction in Tokio, um mit internationalen Künstler*innen zu dieser Thematik in Austausch zu treten. Mit ihrer Arbeit „Kurze Abhandlung über das Nichts“ erforschte sie die Kraft der spontanen Kreation in solistischer Form während „Kaleidoskop“ eine Gruppenarbeit im Bereich der Instant Composition markierte. Seit 2012 ist sie Mitglied des Kollektivs Group LaBolsa. 2014 entstand das Stück „The measure of disorder“ in Zusammenarbeit mit dem Choreographen Thomas Hauert und 2021 „Umherirrende Porträts“, welches in Salzburg und Barcelona seine Premiere feierte. 2017 kollaborierte sie in der Performance „Horitzó cec“, einem Zusammentreffen mit den Künstler*innen Núria Andorrà, Julyen Hamilton, Paolo Cingolani und Manel Salas Palau.
Neben ihrer künstlerischen Praxis setzt sich Iris Heitzinger aktiv für die Förderung und Verbreitung von Tanzkunst ein. Sie organisierte das Workshop-Festival „Caldera Summer Stage“ in Barcelona und übernahm 2 Jahre in Folge die künstlerische Leitung des tanz_house festivals in Salzburg.
Sie ist auch Craniosacral Therapeutin, eine Praxis, die ihr erneut einen anderen und tieferen Blick in die Zusammenhänge von Körper und Geist bietet, welcher wiederum in ihre künstlerische und pädagogische Arbeit einfließt.
Als Dozentin unterrichtet sie seit rund 20 Jahren in Universitäten und Ausbildungsstätten in ganz Europa, Amerika und Asien. Seit 2019 ist sie Universitätslehrerin am IDA – Institute of Dance Arts an der Anton Bruckner Privatuniversität, wo sie Komposition, Instant Composition und Movement research sowohl im Bachelor- als auch im Masterstudiengang unterrichtet.