Univ.Prof. B.MUS.
Jiri
Slavik
Der Multiinstrumentalist und Komponist Jiří Slavík studierte Jazzkomposition und klassischen Kontrabass an der Royal Academy of Music in London und am Conservatorio di Santa Cecilia in Rom. Nach seinem Studium zog er nach Paris, wo er sieben Jahre lang als freischaffender Musiker in einer Vielzahl von Musikrichtungen tätig war, von der klassischen Musik bis hin zu Jazz und ethnischer Musik. Seit Oktober 2014 lebt er wieder in der Tschechischen Republik und unterrichtet an den Jazzabteilungen der HAMU in Prag und der JAMU in Brünn. Seit März 2025 ist er Professor für Jazzkontrabass an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz.
In seiner bisherigen Karriere hat er seine eigene Musik auf fünf Kontinenten gespielt und sieben Alben bei den Labels Supraphon, Animal Music, Bivak Records und F-IRE veröffentlicht. Seine Kompositionen wurden auf TV Arte, CT und in Radiosendern wie France Culture, BBC Radio 3 und Český Rozhlas gespielt. Für seine Solo-Kontrabasskonzerte verwendet er ein außergewöhnliches fünfsaitiges Instrument, das ihm sein musikalischer und lebenslanger Mentor, der legendäre amerikanische Kontrabassist Barre Phillips, vererbt hat.
Im Jahr 2008, im Alter von 22 Jahren, gewann er den ersten Preis im Jazz-Wettbewerb des europäischen Bass-Kongresses (Bass 2008). Im Jahr 2019 wurde er als einer der fünf Headliner (die anderen vier waren Ron Carter, John Patitucci, John Clayton und Lynn Seaton) für das Jazzprogramm der International Society of Bassists Convention in Bloomington, Indiana, USA, ausgewählt.
Als Komponist hat er eine Vielzahl von Werken geschrieben, darunter groß angelegte symphonische Auftragswerke, Ballette, Oratorien, Kammer-, Chor- und Instrumentalwerke. Seine Bearbeitung traditioneller tschechischer Weihnachtsmusik für das Album „Path of Light” (erschienen bei Supraphon im Jahr 2022) wurde im selben Jahr vom tschechischen Fernsehen gefilmt, wobei Slavík selbst das Orchester und den Chor dirigierte. Seine Affinität zur tschechischen traditionellen Musik wird auch auf dem Album „Mateřština“ (dt. „Muttersprache“) zelebriert, das 2016 mit dem tschechischen „Anděl“-Preis für das beste Weltmusikalbum ausgezeichnet wurde.