M.A.
Maik
Köster
Maik Köster ist seit September 2024 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im vom Schweizer Nationalfond geförderten Forschungsprojekt „Towards a Unified Model of Musical Form: Bridging Music Theory, Digital Corpus Research, and Computation“ unter der Leitung von Prof. Dr. Markus Neuwirth angestellt. Er studierte von 2013 bis 2017 Musikwissenschaft und Öffentliches Recht an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und im Anschluss den Masterstudiengang Musikwissenschaft an der Universität zu Köln. Das 2020 abgeschlossene Masterstudium wurde durch ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes unterstützt.
Der Fokus seiner wissenschaftlichen Arbeit liegen vor allem in interdisziplinären und empirischen Ansätzen. Seine Masterarbeit „The Lawsuits of Storace v. Longman & Broderip (1788-89) and Skillern & Goulding v. Longman & Broderip (1792-94). Copyright and Ownership over Insertion Arias in Late Eighteenth-Century London“ befasste sich mit der noch unterforschten Interaktion zwischen dem frühen Urheberrecht und der Geschichte der Oper in England, und wurde 2021 mit dem Fakultätspreis der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln ausgezeichnet.
Nach dem Abschluss widmete sich Herr Köster verstärkt Problemstellungen der digitalen Korpusforschung, die musikwissenschaftliche, musiktheoretische und informatische Fragen und Forschungsmethoden betreffen. Er arbeitete 2021 am einjährigen Projekt „Digitizing the Dualism Debate: A Case Study in the Computational Analysis of Historical Music Theory Sources“ im Digital Cognitive Musicology Lab in Lausanne, wo er wichtige Impulse für diese Art von Forschung gewinnen konnte. Daran anschließend arbeitete er von 2022 bis 2024 in Vollzeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Historische Musikwissenschaft an der Universität zu Köln und begann sein Dissertationsprojekt mit dem Arbeitstitel „Exposition Sections in 19th-Century String Quartets. A Computational Corpus Study“, das von Prof. Frank Hentschel (Universität zu Köln) und Prof. Markus Neuwirth (Anton Bruckner Privatuniversität Linz) betreut wird.
Seine Lehrtätigkeit ist inhaltlich in den Themenbereichen der Historischen Musikwissenschaft sowie der musikalischen Analyse angesiedelt und behandelt schwerpunktmäßig Musik des langen 19. Jahrhunderts sowie Popularmusik der letzten 50 Jahre.