Martina Ruhsam ist Tanzwissenschaftlerin, Dozentin und Künstlerin. Sie wurde 1981 in Linz geboren und studierte Movement Studies and Performance (BA) an der ABPU in Linz sowie Theater-, Film- und Medienwissenschaften an der Universität Wien.

Von 2016 bis 2024 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen (im MA-Studiengang Choreographie und Performance) angestellt. Sie promovierte 2020 bei Prof. Dr. Bojana Kunst. Für ihre Dissertation Moving Matter. Nicht-menschliche Körper in zeitgenössischen Choreografien erhielt sie den Tanzwissenschaftspreis NRW 2021.

Von 2009 bis 2016 arbeitete sie als freischaffende Choreografin und Performerin in diversen kollaborativen Konstellationen in Wien und Ljubljana. Ihre transmedialen Performances und Interventionen wurden unter anderem im Tanzquartier Wien, im brut, im Museum für angewandte Kunst Wien, im Museum of Contemporary Art Metelkova und im Bunker gezeigt. Gemeinsam mit Lisa Hinterreithner erhielt sie den Landespreis für kulturelle Bildung Salzburg für das choreografische Projekt A Scripted Situation (2016).

Von 2008 bis 2009 war sie stellvertretende Leiterin des Theoriebereichs im Tanzquartier Wien. Seit 2012 hat sie Vorträge über Tanz, Choreographie und damit verbundene gesellschaftspolitische Themen in diversen Ländern Europas gehalten (u.a. Middlesex University/London, Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz/Berlin, Ruhruniversität Bochum, Städtische Galerie im Lenbachhaus/München, Kunsthalle Dresden, Tanzquartier Wien, Art Center Vooruit/Gent, Plesni Teater/Ljubljana, Zagreb Dance Center, National Center for Dance/Bukarest, Universität Antwerpen, Universität Bern).

Zu ihren wichtigsten Publikationen zählt neben zahlreichen Artikeln und Buchbeiträgen die Monografie Kollaborative Praxis: Choreographie, die 2011 bei Turia + Kant erschien.

Seit 2023 unterrichtet Martina Ruhsam Tanztheorie am Institue for Dance Arts an der ABPU.