Der 1964 in Wien geborene deutsche Regisseur Peter Pawlik studierte zunächst Germanistik und Theaterwissenschaft an der Universität Wien, danach Musiktheaterregie an der Universität für Musik und Darstellenden Kunst Wien (MDW).

Bereits direkt nach seinem Abschluss erhielt er einen Lehrauftrag für Regie an der MDW. Gleichzeitig übernahm er die künstlerische Leitung der auf zeitgenössische Musik und Uraufführungen spezialisierten Wiener Taschenoper.

Die nächste Station seiner Karriere, von 1995 bis 1999, war die Position des Abendspielleiters und Regieassistenten an der Wiener Staatsoper, wo er mit allen bedeutenden Sängern, Regisseuren und Dirigenten arbeitete.

Ab dem Jahr 2000 war er für drei Jahre Oberspielleiter am Stadttheater Hildesheim. Freiberuflich arbeitete er ab 2004, mit Inszenierungen in den USA, Italien, Rumänien, Kroatien, Deutschland und Österreich.

Neben umfangreichen Inszenierungen von Werken des klassischen Opernrepertoires wie Ariadne auf Naxos, La Cenerentola, I Masnadieri, Das schlaue Füchslein oder Il barbiere di Siviglia lag sein künstlerischer Schwerpunkt auf Werken des modernen Repertoires. Er inszenierte sowohl Uraufführungen als auch bereits etablierte zeitgenössische Opern wie John Adams’ Nixon in China, Aribert Reimanns Gespenstersonate, Benjamin Brittens The Rape of Lucretia oder Peter Maxwell Davis’ The Medium.

Von Anfang an war ihm die Zusammenarbeit mit jungen Sängern, die noch ganz am Anfang ihrer Karriere stehen, ein besonderes Anliegen. Zahlreiche Workshops in Amerika und Europa legen davon Zeugnis ab. Seine Tätigkeit als Universitätslehrer für Schauspiel und Ensemblearbeit im Gesangsinstitut der Anton Bruckner Privatuniversität, ab 2012, ist daher die logische Fortsetzung seiner Bemühungen, sein Wissen und seine Erfahrung an die nächste Generation von Gesangsstudenten weiterzugeben.