Thomas Kerbl 1965 in Kirchdorf/Krems geboren, schloss Thomas Kerbl bereits 1984 sein Klavierstudium am Brucknerkonservatorium mit „Auszeichnung“ ab und führte darauf in einem 16 teiligen Zyklus das gesamte Klavier- Lied- und Kammermusikwerk von Claude Debussy auf. Neben einer Vielzahl von Solokonzerten war es die Kunst der Liedbegleitung, welche ihn zentral künstlerisch beschäftigte; bereits im Alter von 27 Jahren wurde ihm die Leitung der Lied-Oratoriumklasse am Brucknerkonservatorium in
Linz anvertraut.

Neue Wege als Dirigent von Musiktheaterprojekten beschritt er mit künstlerischen Dokumentationen zum Schwerpunkten Musiktheater des 20.Jahrhunderts. Darunter: OÖ Erstaufführung Viktor Ullmann „Der Kaiser von Atlantis“, Ö Erstaufführung Franz Waxman „The Song of Terezin“ Udo Zimmermann „Weiße Rose“ – Südkorea, Grigori Frid „Das Tagebuch der Anne Frank“ Russische Föderation. Neben dem Opern Zyklus „Mozart im Stadttheater von Bad Hall“ leitete er Aufführungen von über 20 großen Oratorien der Weltliteratur, und beinahe alle Welterfolge des Genres Musical, von L. Bernsteins „West Side Story“ bis zur österreichischen Erstaufführung von A Ll Webbers „Song and Dance“.

Thomas Kerbl habilitierte mit dem Themengebiet „Die Geschichte der Passionsvertonungen“ an der Anton Bruckner Privatuniversität und erhielt den Bühnenkunstpreis des Landes Oberösterreich. Von 2009 bis 2017 war Thomas Kerbl Dekan für künstlerische Studien an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz. Von 2017 bis 2021 übernahm er das Amt des Vizerektors für künstlerische Projekte.

Seit Oktober 2021 leitet Thomas Kerbl das Musiktheaterstudio der Bruckneruniversität und betreut dort die Masterklasse für Lied/Oratorium und Oper. Zeitgleich wurde ihm die Intendanz der drei Sparten Festivals Oper-, Operetten- und Musical des Stadttheaters von Bad Hall anvertraut.

Unter seinen zahlreichen CD Aufnahmen ist besonders das Vokalwerk von Anton Bruckner, eine CD Edition gemeinsam mit der LIVA/Brucknerhaus erwähnenswert.