Vor 10 Jahren erhielt die BrucknerUni ihre universitätseigene Orgel. Dieses Jubiläum wird am Donnerstag, 12. November 2026 unter der künstlerischen Leitung von Orgelprofessorin Zita Nauratyill mit einem themenreichen Symposium und einem Festkonzert gefeiert. Ehemalige und derzeitige Lehrende sowie Studierende gestalten das Programm im Reinhart-von-Gutzeit-Saal und würdigen damit ein Jahrzehnt Späth-Orgel an der BrucknerUni.

Nach den Jubiläen von Leicht über Linz und SchauSpielLab Linz steht 2026 an der BrucknerUni ein weiteres besonderes Ereignis im Zeichen des zehnjährigen Bestehens. Wissenschaftlicher Diskurs und künstlerische Exzellenz treffen anlässlich von 10 Jahre Späth-Orgel am 12. November ab 14 Uhr beim Symposium und dem abschließenden Festkonzert um 19 Uhr aufeinander. Mit Christian Groß von der Hochschule für Musik und Theater München, dem ehemaligen Domorganisten Wolfgang Kreuzhuber und dem Organisten, Dirigenten und Musiktheoretiker Matthias Giesen konnten drei renommierte Vortragende für das Symposium gewonnen werden, das zudem durch eine Masterclass zu Improvisation ergänzt wird und neue Perspektiven auf die Orgelmusik eröffnet.

Den Höhepunkt des Jubiläums bildet das Abschlusskonzert, das von ehemaligen und derzeitigen Lehrenden und Studierenden gestaltet wird. Das Programm wurde eigens auf die klanglichen Möglichkeiten der Späth-Orgel abgestimmt und umfasst Kompositionen des 19. und 20. Jahrhunderts. Werke von Camille Saint-Saëns, Dmitri Schostakowitsch, Olivier Messiaen und Jeanne Demessieux werden von BrucknerUni-Professorin Zita Nauratyill, Olga Tarasevich, dem amtierende Domorganisten Gerhard Raab und Matthias Giesen interpretiert. Auch eine Choralfantasie für Orgel des ehemaligen BrucknerUni-Lehrenden Rudolf Jungwirth gelangt durch Vincent Huemer-Meyer zur Aufführung. 
Einen besonderen Akzent setzt der gemeinsame Ausflug von Orgel und Schlagzeug in die Welt des Jazz: Schlagzeuger Julian Wong und Organist Florian Birklbauer widmen sich Kompositionen von Charlie Parker, Dizzy Gillespie, Richard Rodgers, John Coltrane und Horace Silver. 

Über die Späth-Orgel
Die Späth-Orgel der BrucknerUni wurde von der Firma Freiburger Orgelbau Hartwig und Tilmann Späth in eineinhalbjähriger Bauzeit errichtet. Durch ihre Orientierung am französischen Orgelbau von Aristide Cavaillé-Coll der Jahre 1860 bis 1870 ergänzt sie auch die Orgellandschaft in Oberösterreich auf besondere Weise. Das Instrument verfügt über 22 Register auf drei Manualen und Pedal sowie insgesamt 1519 Pfeifen, davon 70 aus Fichten- und Eichenholz, die übrigen bestehen aus einer Legierung aus Zinn und Blei.

Die Späth-Orgel wurde im ehemaligen Kleinen Saal, dem heutigen Reinhart-von-Gutzeit-Saal, errichtet und im April 2016 eingeweiht. Seither kann der Unterricht der Orgelstudierenden im Universitätsgebäude stattfinden. Ihre Anschaffung und Errichtung wurde dank großzügiger Unterstützung von Partnern aus der Wirtschaft ermöglicht.

Highlights im November

10 Jahre Späth-Orgel: Symposium & Jubiläumskonzert 
Künstlerische Leitung: Zita Nauratyill
DO 12. November 2026, Reinhart-von-Gutzeit-Saal | ABU 

  • Symposium 
    14:00 Uhr | Begrüßung & Vortrag
    Prof. Mag. Dr. Wolfgang Kreuzhuber: Klingt kompliziert. Über die Beziehung von Orgel und Raum.
    15:00 Uhr | Masterclass Improvisation
    Christian Groß M.Mus: Improvisieren mit Bruckner – ein (nicht nur) historischer Einstieg

    17:30 Uhr | Vortrag
    Univ. Prof. Dipl.-Mus.-Päd. Matthias Giesen: Olivier Messiaen „Meditations sur la mystère de la Sainte Trinité“ als satztechnisches Compendium
     
  • Jubiläumskonzert 19:00 Uhr 
    Werke von Jeanne Demessieux (1921-1968) | Rudolf Jungwirth (*1955) | Olivier Messiaen (1908-1992) | Dmitri Schostakowitsch (1906-1975) | Camille Saint-Saëns (1835-1921)
    Charlie Parker (1920-1955) | Dizzy Gillespie (1917-1993)  | Richard Rodgers (1902-1979) | John Coltrane (1926-1967) | Horace Silver (1928-2014) 

    Mitwirkende an der Orgel
    Florian Birklbauer | Matthias Giesen | Vincent Huemer-Meyer | Zita Nauratyill | Gerhard Raab | Olga Tarasevich

Mitwirkender am Schlagzeug 
Julian Wong

 

Mag. Natalie N. Glanzmann

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