Während in Wien der ESC für Spannung sorgte, entschied in Riga das 72. International Rostrum of Composers über die wegweisendsten neuen Werke zeitgenössischer Musik. Das renommierte Festival gilt seit seiner Gründung 1954 als eine Art „Song Contest der zeitgenössischen Musik“. Katharina Roth, Absolventin und Lehrende am Institut für Komposition, Dirigieren und Computermusik, sowie Christoph Ressi, Doktoratsstudent an der ABU, zählen mit ihren Werken zu den ausgezeichneten Komponist*innen des diesjährigen Rostrum of Composers. Wir gratulieren herzlich!

In diesem Jahr präsentierten 23 Rundfunkstationen aus vier Kontinenten insgesamt 40 neue Kompositionen. Nach einem dreitägigen Hörmarathon wurden am 15. Mai 2026 die prämierten Werke bekannt gegeben. 

Beide von Ö1 nominierten Aufnahmen wurden von der Jury in die Top Ten der „Recommended Works“ gewählt. Österreich war damit das einzige Land, das mit sämtlichen eingereichten Werken unter den prämierten Produktionen vertreten war. Über die Musiksendungen der teilnehmenden Radiostationen erreichen die Werke nun ein internationales Publikum.

Die österreichischen Einreichungen spannten einen eindrucksvollen Bogen „von den ersten zu den letzten Dingen“: Christoph Ressis Werk „Am Anfang war das A“, interpretiert vom Black Page Orchestra und aufgenommen im Wiener Musikverein, sowie Katharina Roths „Tot ist das Mädchen“, gespielt vom Ensemble NeuRaum unter der Leitung von Bruno Strobl. Die Aufnahme entstand im ORF-Landesstudio Kärnten im Konzerthaus Klagenfurt.

Das International Rostrum of Composers gilt als weltweit größte Medienplattform für zeitgenössische Musik. Die ausgezeichneten Werke werden weltweit rund 700-mal im Radio ausgestrahlt und erreichen damit ein Millionenpublikum von Argentinien bis Hongkong. Organisiert wird das Rostrum vom International Music Council der UNESCO. Austragungsort war heuer erstmals Lettland auf Einladung des lettischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Erfolg Komposition, Dirigieren und Computermusik