In seiner wissenschaftlichen Arbeit untersucht Rist die Biografie des Komponisten und Theoretikers Joseph Schillinger (1895–1943), dessen Schillinger System of Musical Composition sowie dessen Einfluss auf die Musik im New York der 1930er Jahre, insbesondere auf Inzidenz-, Tanz- und Filmmusik. Das als kombinatorisches Kompositionssystem angelegte Werk Schillingers versucht, musikalische Grundprinzipien durch mathematische Bedingungen und kombinatorische Verfahren zu parametrisieren und eröffnete damit neue Perspektiven für Theorie und Praxis des Komponierens. Auf Grundlage umfassender Archivforschung und analytischer Untersuchungen hinterfragt die Dissertation die bislang häufig glorifizierende Rezeption Schillingers und zielt auf eine musikhistorische sowie wirkungsgeschichtliche Kontextualisierung seines Schaffens im Kontext der US-amerikanischen Bühnen- und Filmmusik der 1930er Jahre.
Wir gratulieren Philipp Rist herzlich zur erfolgreichen Verteidigung seiner Dissertation und zum Abschluss seines Doktoratsstudiums an der ABU.