Welche musikalischen Muster haben Hörer*innen des 19. Jahrhunderts emotional besonders ergriffen? Dieser zentralen Frage widmet sich ein neues vom Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) gefördertes Forschungsprojekt Being moved by music in the 19th century. Für die Durchführung wurde der BrucknerUni eine Fördersumme von 378.000 Euro zugesprochen.

Die Förderung erfolgt im Rahmen des internationalen Weave-Programms in Kooperation mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die Projektleitung liegt auf Seiten der Bruckneruni bei Markus Neuwirth sowie partnerseitig bei Frank Hentschel von der Universität zu Köln. Das gesamte Fördervolumen beträgt knappe 586.000 Euro.

Das auf drei Jahre angelegte Projekt untersucht die Frage nach den Bedingungen des „Ergriffenseins“ basierend auf einer umfassenden und systematischen Analyse und Auswertung von unterschiedlichsten Textquellen, darunter Konzertkritiken. Im Sinne einer historisch orientierten Musikpsychologie wird erforscht, ob es spezifische musikalische Merkmale und Muster gab, die eine besonders starke affektive Wirkung auslösen konnten.

Dank der Förderzusage des FWF kann dieses komplexe Projekt, das herkömmliche analytisch-hermeneutische Ansätze mit avancierten computergestützten und KI-basierten Methoden kombiniert, nun vollumfänglich umgesetzt werden. Das gesamte Vorhaben setzt ein zukunftsweisendes Signal für die Wettbewerbsfähigkeit und den weiteren Ausbau des Forschungsbereiches unserer Universität. 

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