Im Rahmen der Forschungskooperation "Accents oubliés: new insights into expressive singing in the period 1650 to 1750" der HEM Genf (Haute école de Musique de Genève) mit der ABU verbrachten Studierende und Lehrende des Instituts ALT zwei inspirierende Tage mit der Sängerin Elizabeth Dobbin : In ihrem auf langjähriger Forschungsarbeit basierenden Workshop gab sie von 4.-5.3. eine Einführung in die rhetorischen Grundlagen französischer Musik.

In zwei Vorträgen ging es darum, wie Notation, Deklamation und Ornamentik zusammenwirken, um Affekte wirklich „sprechend“ zu gestalten. Ausgehend vom Text (Silbenlänge, Phrasierung) wurde besonders das Ornament accent beleuchtet: während es in historischen Quellen sehr häufig zu finden ist, wird es im heutigen Musizieren aber oft unterschätzt. In den Coachings wurde dieses Wissen direkt auf das erarbeitete Repertoire übertragen: vom Text ausgehend hin zu einer lebendigen Phrasierung, sowohl für Sänger*innen als auch für Instrumentalist*innen.

Forschung Alte Musik und historische Aufführungspraxis