Am Samstag 24.1. gingen die Internationalen Tage der Alten Musik Linz zum Thema "200 Jahre Musik in der Thomaskirche" mit einem fulminanten Teilnehmerkonzert zu Ende.

Neben einigen Kammermusikwerken des Beinahe-Thomaskantors G.Ph.Telemann wurden die Sonata zu J.Kuhnaus Kantate „Wenn ihr fröhlich seyd an euren Festen“, zahlreiche Arien von J.S.Bach, dessen Kantate "Schmücke dich, o liebe Seele" und Sebastian Knüpfers eindrucksvolle Psalmvertonung "Ach Herr, strafe mich nicht" zur Aufführung gebracht. 

Die traditionelle Ergänzung der praktischen musikalischen Arbeit mit den Lehrenden des Instituts für Alte Musik und Historische Aufführungspraxis durch theoretische Vorträge ermöglichte den über 60 internen und externen Teilnehmenden in den drei Tagen zuvor ein intensives Eintauchen in die Musikpflege an der Leipziger Thomasschule und Kirche.

Michael Mauls wegen einer Fußoperation online abgehaltener Eröffnungsvortrag bot wertvolle Einblicke in die Arbeitsaufgaben und-bedingungen der Thomaskantoren durch die Jahrhunderte und die Wechselwirkungen zwischen dem Alumnat und der Leipziger Stadtpolitik. Studierende von Matthias Giesen zeigten die Entwicklung der Kirchenkantate anhand von Kompositionen von J.H.Schein, J.Schelle, J.Kuhnau und J.S.Bach auf. Universitätsassistent Enrico Coden referierte in einem Workshop über die Umsetzung historischer Deklamation und Schauspielkunst auf von Affekt und Rhetorik geleitetes Musizieren.

Am ersten Abend gestalteten die ALT-Lehrenden Emma Black, Anna Januj, Balázs Máté, Christoph Urbanetz und Mikayel Balyan im Format "Wir stellen vor" ein buntes Kammermusikkonzert mit Musik von G.Ph.Telemann, J.S.Bach, C.F.Abel, L.v. Beethoven und A.E.Müller.

Alte Musik und historische Aufführungspraxis