Am 28. Mai 2026 veranstaltete das Institut für Alte Musik und Historische Aufführungspraxis einen Workshop mit Johanna Bartz (HEM Genf/Schola Cantorum Basiliensis), Spezialistin für Renaissance-Musik und Traversflötenconsort.

Der reichhaltige und intensive Tag war ganz dem Zusammenspiel mehrerer Renaissance-Traversflöten gewidmet.

Zu Beginn standen ein ausführlicher Vortrag über die wichtigsten historischen und ikonografischen Quellen sowie die Vorstellung bedeutender literarischer Referenzen, die sich diesem Instrument und seiner weit verbreiteten Verwendung vom 16. bis zum 17. Jahrhundert widmen.

Die künstlerische Arbeit der aktiven Studierenden der Meisterklasse konzentrierte sich auf das italienische sowie französisch-flämische polyphone Vokal- und Instrumentalrepertoire und befasste sich mit Werken von Alessandro Orologio, Vincenzo Ruffo und Josquin des Prez.

Um sich dieser Musik mit dem angemessenen historischen Ansatz zu nähern, führte Johanna Bartz in das System der Hexachorde und insbesondere in die Solmisation ein und arbeitete dabei mit der alten Notation. Zusammen mit der Betonung und Artikulation des Gesangstextes trugen all diese Elemente dazu bei, den Studierenden und Zuhörenden die wesentlichen Merkmale der Renaissance-Polyphonie näherzubringen.

Alte Musik und historische Aufführungspraxis