Projektleitung: Dagmar Schinnerl
Künstlerische Leitung: Magdalena Mülleder
Gebärdensprachpoet*innen: Anja Burghardt & Manuela Zimmer
Musikstudierende: Nicole Brückl (Klavier), Elke Mühlböck (Flöte), Ivan Zachatko (Schlagwerk)
Bildende Künstler*innen: Davor Durdevic, Franz Duschlbauer, Bojana Pejic, Peter Pichler, Peter Langer
SIGN IN ÖSTERREICH – poemmusic: Gebärdensprachpoesie & Musik am 31.10.2025
Was verbindet Gebärdensprachpoesie und Musik? Mehr, als auf den ersten Blick sichtbar ist: Rhythmus, Melodik, Dynamik, Agogik – und eine künstlerische Ausdruckskraft, die berührt, irritiert, ergänzt und inspiriert. Das innovative Format poemmusic bringt diese beiden Kunstformen auf lebendige Weise zusammen und macht die Gehörlosenkultur als Teil der österreichischen Kultur sichtbar.
poemmusic wurde 2024 mit großem Erfolg ins Leben gerufen und verbindet auf einzigartige Weise Gebärdensprachpoesie mit Musik. Das vom Bruckner Alumni Netzwerk in Zusammenarbeit mit der ABU initiierte und von Licht ins Dunkel geförderte Format unter der Leitung von Dagmar Schinnerl und Magdalena Mülleder ermöglicht einen kreativen Dialog zwischen gehörlosen, hörbeeinträchtigten, mehrfachbeeinträchtigten und hörenden Menschen unterschiedlichen Alters. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Anerkennung der Österreichischen Gebärdensprache (ÖGS) in der Bundesverfassung steht die diesjährige Ausgabe am 31. Oktober 2025 unter dem Motto „sign in Österreich“. In Workshops am Kompetenzzentrum für Hör- und Sehbildung sowie in einer öffentlichen Konzert-Performance an der ABU am 31. Oktober um 19:00 Uhr begegnen sich gehörlose Gebärdensprachpoet*innen, Musikstudierende und ein vielfältiges Publikum – mit dem Ziel, Sprache, Ausdruck und Klang für alle erfahrbar zu machen.
Programmüberblick
Konzert-Performances
31. Oktober 2025, 19:00 Uhr, Großer Saal
Gehörlose Gebärdensprachpoet*innen und hörende Musikstudierende entwickeln gemeinsam rund 15-minütige Performances. Die Ergebnisse werden in einer ca. einstündigen Konzertveranstaltung einem vielfältigen Publikum präsentiert – berührend, beeindruckend und inklusiv.
Ausstellung im Foyer der ABU
Im Anschluss an die Konzertperformance findet die Vernissage der begleitenden Ausstellung im Foyer der ABU statt. Gehörlose bildende Künstlerinnen präsentieren Werke, die sich mit Sprache, Identität und Sichtbarkeit auseinandersetzen. Die Ausstellung richtet sich an ein breites Publikum: Studierende, Mitarbeitende, Projektbeteiligte, Konzertbesucherinnen sowie externe Gäste.
Die Ausstellung bleibt über mehrere Wochen geöffnet und bietet Raum für Austausch, Anerkennung und Resonanz.
Workshop am Kompetenzzentrum für Hör- und Sehbildung
Schüler*innen beschäftigen sich kreativ mit den Fragen:
Wer bin ich? Wie bin ich? Was macht mich aus?
Musik und Gebärdensprachpoesie werden dabei zu Mitteln des Selbstausdrucks und der Reflexion – mit besonderem Fokus auf der Bedeutung von Sprache und Identität.
Inklusive Begegnung – kultureller Austausch
poemmusic steht für das Miteinander: Gehörlose, hörbeeinträchtigte, hörende und mehrfachbeeinträchtigte Menschen aller Altersgruppen begegnen einander in neuen Konzertsettings. Schon 2024 nahmen über 300 Personen teil – etwa zur Hälfte gehörlos bzw. hörbeeinträchtigt. Der gemischte Applaus – in Gebärdensprache und durch Klatschen – zeigte eindrucksvoll die gelebte Inklusion.
Veranstaltet wird das Format vom Bruckner Alumni Netzwerk in Kooperation mit der Anton Bruckner Privatuniversität, der Lebenswelt Schenkenfelden und dem Kompetenzzentrum für Hör- und Sehbildung.