Am 26. Juni 2026 fand ein ganztägiger Workshop mit der Choreografin Irina Pauls (Leipzig) und der Musikerin und Performerin Sara Wilnauer-Leitner (Wien) am Institut für Musikpädagogik für EMP-Studierende statt. Zum Einstieg wählte Irina Pauls einfache Bewegungssequenzen am Boden und durch den Raum, um in eine geerdete und schließlich fließende Bewegunsqualität zu kommen. 

Ausgehend von „Tempus est iocundum“ aus Carl Orffs „Carmina Burana“ wurden nach einem stimmlichen Warm-up rhythmische Motive in Bodypercussion erlebbar gemacht, um die Komplexität der Musik mit der eigenen Körperlichkeit und Stimme zu erfahren. Das Werk wurde schließlich auch gesanglich erarbeitet, um ein tieferes Verständnis für Melodie und den lateinischen Text zu erlangen.

Im 2. Teil des intensiven Workshoptages wurden ryhthmische Sprung- und Schrittkombinationen in der Gesamtgruppe entwickelt und mit dem Text des Originals geübt. Spannend und herausfordernd waren dabei die vielen Taktwechsel in der Musik Carl Orffs, die sich in Variationen der originalen Bewegungsmotive äußerten.

In der letzten Arbeitsphase entwickelten die Studierenden in Kleingruppen unterschiedliche Gestaltungen, die sich vom abwechslungsreichen Rhythmus, dem Melodieverlauf, der Sprache in Orffs Komposition, dem erarbeiteten Bewegungsmaterial und einer räumlichen, inszenatorischen Komponente zusammensetzen: So entstanden vier sehr unterschiedliche Performances, die am Ende des Tages präsentiert wurden, von großer künstlerischer Qualität in der Ausführung zeugten und die Freude der EMP-Studierenden an Gestaltungsprozessen in Musik und Bewegung zum Ausdruck brachten.

Ein gelungener Workshoptag mit vielen Impulsen für die künstlerische Arbeit in der EMP – gekonnt inszeniert und didaktisch gut aufbereitet von den beiden Workshopleiterinnen Irina Pauls und Sara Wilnauer-Leitner!

(Text: Valerie Westlake-Klein)

Musikpädagogik

(c) Martina Kroboth-Kolasch

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