Die Internationalen Tage der Alten Musik an der Anton Bruckner Privatuniversität widmen sich von 21. bis 24. Jänner 2026 unter dem Motto „200 Jahre Musik in der Thomaskirche“ den Thomaskantoren und dem Musikleben in Leipzig von 1616-1817. Für interessiertes Publikum stehen dabei zwei Konzerte sowie Gastvorträge des Musikwissenschaftlers und Intendanten des Bachfestes Leipzigs Prof. Dr. Michael Maul an der ABU bei freiem Eintritt auf dem Programm.

Seit mehr als 25 Jahren veranstaltet das Institut für Alte Musik und Historische Aufführungspraxis der Anton Bruckner Privatuniversität die Internationalen Tage der Alten Musik (ITAM). In diesem Jahr widmet sich ITAM unter dem Motto „200 Jahre Musik in der Thomaskirche“ Werken bekannter Thomaskantoren – von Johann Hermann Schein über Johann Sebastian Bach bis Eberhard Müller – die das Musikleben in Leipzig vom 17. bis ins 19. Jahrhundert prägten.

Gastvorträge, Dozent*innenkonzert und Abschlusskonzert der Teilnehmer*innen

Zum Auftakt der Internationalen Tage der Alten Musik stehen in diesem Jahr am 21. Jänner im Sonic Lab zwei Vorträge von Prof. Dr. Michael Maul am Programm: Um 15:00 der Eröffnungsvortrag unter dem Titel „Ein Musiker, wie ihn Leipzig vermutlich nicht wieder sehen wird“ - Die Thomaskantoren von Calvisius bis Doles und um 17:00 im Rahmen des Forschungsforums der Vortrag „Die Weimarer Orgeltabulatur – Ein Krimi um Bachs älteste erhaltene Notenhandschrift“.  
Im Anschluss präsentieren sich um 19:30 Uhr die Dozent*innen im Reinhart-von-Gutzeit-Saal unter dem Titel „Wir stellen vor“ mit Werken von J. S. Bach, G. Ph. Telemann, L. v. Beethoven und A. E. Müller selbst auf der Bühne. Am 24. Jänner folgt um 17:00 Uhr zum Abschluss von ITAM 2026 ein weiteres Konzerthighlight, bei dem die Kursteilnehmer*innen die Werke, die sie während der Kurse gemeinsam erarbeitet haben, dem Publikum präsentieren werden.

Kurse und Vorträge 
Die Internationalen Tage der Alten Musik bieten eine Kombination aus praktischer musikalischer Arbeit mit Lehrenden der ABU in Einzel- und Kammermusikunterricht und vertiefenden theoretischen Vorträgen. 

„Das Amt des Thomaskantors spielt in Leipzig seit Jahrhunderten eine zentrale Rolle im musikalischen und geistlichen Leben der Stadt“, erläutert Institutsdirektorin Elisabeth Wiesbauer die diesjährige Schwerpunktsetzung. „Thomaskantoren waren nicht nur für die Musikpflege an der Thomaskirche verantwortlich, sondern auch für die Ausbildung der Thomaner und die Leitung des Knabenchores. Ihre Aufgaben umfassten Komposition, Probenleitung, Unterricht in Musik und Latein sowie die Organisation der Kirchenmusik in den Hauptkirchen Leipzigs. Kantoren wie Johann Hermann Schein, Johann Kuhnau und vor allem Johann Sebastian Bach prägten die protestantische Kirchenmusik nachhaltig und beeinflussten die Entwicklung der Musik in ganz Europa. Auch nach Bachs Tod blieb das Amt einer der angesehensten musikalischen Posten Deutschlands“, so Elisabeth Wiesbauer.

Zu den Dozent*innen zählen neben Elisabeth Wiesbauer (Barockvioline, Barockviola) auch Mikayel Balyan (Hammerklavier), Emma Black (Barockoboe), Anne Marie Dragosits (Cembalo), Miriam Feuersinger (Gesang), Marcello Gatti (Traversflöte), Anna Januj (Blockflöte), Franz Landlinger und Wolfgang Gaisböck (Barocktrompete), Balázs Máté (Barockcello, Orchester) sowie Christoph Urbanetz (Viola da Gamba).

Internationale Tage der Alten Musik 2026  - 200 Jahre Musik in der Thomaskirche
21. – 24. Jänner 2026, Anton Bruckner Privatuniversität
Koordination: Elisabeth Wiesbauer
Eintritt frei

MI 21. Jänner 2026, ABU Sonic Lab und Reinhart-von-Gutzeit-Saal

15: 00 Uhr, ABU Sonic Lab: Eröffnungsvortrag: Prof. Dr. Michael Maul „Ein Musiker, wie ihn Leipzig vermutlich nicht wieder sehen wird" - Die Thomaskantoren von Calvisius bis Doles

17:00-19:00, ABU Sonic Lab:  Forschungsforum: Prof. Dr. Michael Maul „Die "Weimarer Orgeltabulatur" - ein Krimi um Bachs älteste erhaltene Notenhandschriften“

19:00 Uhr, ABU Reinhart-von-Gutzeit-Saal:  Dozent*innenkonzert„Wir stellen vor“

SA 24. Jänner 2026, ABU Reinhart-von-Gutzeit-Saal

Abschlusskonzert der Kursteilnehmer*innen

Irene Pechböck-Pilz, MA

Presse Alte Musik und historische Aufführungspraxis