Veranstaltungen Forschung
Bevorstehende Veranstaltungen
Koordination: Kelsey Albright
Die ABU freut sich, im April 2027 Gastgeberin der nächsten Ausgabe der European Platform for Artistic Research in Music (EPARM) zu sein.
EPARM ist eine Initiative der European Association of Conservatoires (AEC) und dient als Ressource für künstlerische Forschung im spezifischen Kontext der musikalischen Hochschulbildung. Sie regt den Austausch von Wissen, Erkenntnissen und Ergebnissen an, fördert und entwickelt den Diskurs rund um die künstlerische Forschung, begünstigt die Entstehung neuer Ideen und Entwicklungen und bietet den AEC-Mitgliedern Unterstützung und Inspiration. Das detaillierte Programm wird demnächst veröffentlicht.
Künstlerische Leitung: Zita Nauratyill
Reinhart-von-Gutzeit-Saal
Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Späth-Orgel an der BrucknerUni findet ein Symposium statt. Auf dem Programm stehen Fachvorträge und ein Kurs, die sich dem Instrument und seiner musikalischen Praxis widmen. Den Abschluss bildet ein Abendkonzert, gestaltet von ehemaligen und derzeitigen Studierenden sowie Lehrenden der Universität.
Koordination: Till Alexander Körber
Foyer – Reinhart-von-Gutzeit-Saal – Großer Saal
16. Oktober 2026
14.00 Uhr: Eröffnung & Eröffnungsvortrag „Es ist oft anders als es scheint – die kreative Freiheit in engen Strukturen entdecken“ mit Angela Bueche (IG)
15.00 Uhr: Vortrag „PianoKino & Co – Konzertformate mit Idee und Wirkung“ mit Anna Lehner (IG)
16.15 Uhr: Vortrag „Improvisatorische Veränderungen in Chopins Mazurken à la Pauline Viardot“ mit Wolfgang Brunner
17.00 Uhr: Vortrag „Vergessene Urtiere – Verzauberte Landschaften“ mit Karen Schlimp (TAK)
Improvisieren – Komponieren – Interpretieren nach Texten und Musikstücken von Wanda Wayward
18.30 Uhr: Konzert mit dem Oö. Landesmusikschulwerk und der Musikschule Linz
17. Oktober 2026
09.30 Uhr: Vortrag „Die Kraft der Fantasie“ mit Elisabeth Eschwé (TAK)
10.30 Uhr: Vortrag „Das Nikolaus Harnoncourt Zentrum – von Tasten und Tatsachen“
14.30 Uhr: Vortrag „MozTrickBox – spielerisches Lernen im Instrumental(gruppen)unterricht“ mit Isabel Gabbe
15.15 Uhr: Diskussionsforen & Plenum
17.00 Uhr: Vortrag „Sirius 6.0 Tirolensis (AT)“ mit Annette Seiler (IG)
17.30 Uhr: Generalversammlung EPTA-Austria
18.30 Uhr: Konzert mit Sven Birch
18. Oktober 2026
09.15 Uhr: Workshop Feldenkrais „Verwandeln...?“ (AT) mit Claudia Berzé (BK)
10.15 Uhr: Workshop „Musiktheorie im Klavierunterricht (AT)“ mit Dimitrios Syringelas (BK)
11.15 Uhr: Workshop „Popsongs spielerisch vermitteln – vom Leadsheet zur freien Improvisation“ mit Bernhard Martin Jan (TAK)
Parallel dazu: Notenausstellungen Mayrische Musikalienhandlung – Uwe Sieblitz – LIMBA-Verlag
Vergangene Veranstaltungen
Ein Nachmittag mit Peter Brugger
Koordination: Till Alexander Körber
14.30 Uhr | Vortrag Peter Brugger: „Musik zwischen Bildung und Ausbildung“
Diskussion und Kaffee-Pause
15.30 Uhr | Workshop I (Unterrichtsdemonstration) mit Anfänger*innen
16.00 Uhr | Interview mit Peter Brugger
Diskussion und Kaffee-Pause
16.30 Uhr | Workshop II (Unterrichtsdemonstration) mit Fortgeschrittenen
Diskussion und Austausch
17.30 Uhr | Konzert mit Schüler*innen des Oö. Landesmusikschulwerks
Peter Brugger ist bekannt dafür, in seinem Klavierunterricht den Horizont weit zu öffnen in Richtung Malerei, Literatur und Zeitgeschehen. In verschiedenen Publikationen hat er Material für den Musikschulunterricht aufbereitet und zusammengestellt, welches den Schülerinnen und Schülern dafür Augen öffnen kann, dass Musik nicht nur Musik ist, sondern unsere gesamte Lebenswirklichkeit berührt und damit auch gestalten kann.
Koordination: Martin Stepanik & Chris Kronreif
Das Improvisations-Symposium „ProImPro“ ist die jährlich stattfindende öffentliche Präsentation des mehrjährigen Forschungsprojekts „IM PULS“ – Aspekte und Praxis der Improvisation in aktueller Musik. In allen ihren vielfältigen Aspekten hat die Improvisation doch eine gemeinsame grundlegende Komponente. Es geht immer um den Umgang mit einer (künstlerischen) Aufgabe im Moment und ihrer praktischen Umsetzung. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Improvisation muss sich daher neben theoretischen Überlegungen und historischer Aufarbeitung vor allem mit der praktischen Umsetzung von improvisatorischen Ansätzen und einer adäquaten Dokumentation und Veröffentlichung dieser „Experimente“ beschäftigen.
200 Jahre Musik in der Thomaskirche
Kaiserliche Komponisten und komponierende Kaiser
Dozent*innen:
Mikayel Balyan, Hammerklavier
Emma Black, Barockoboe
Anne Marie Dragosits, Cembalo
Miriam Feuersinger, Gesang
Marcello Gatti, Traversflöte
Anna Januj, Blockflöte
Franz Landlinger, Wolfgang Gaisböck, Barocktrompete
Balázs Máté, Barockcello, Orchester
Christoph Urbanetz, Viola da gamba
Elisabeth Wiesbauer, Barockvioline und -viola
Gastvortragender: Prof. Dr. Michael Maul
Von Johann Hermann Schein über Johann Sebastian Bach bis Eberhard Müller – Thomaskantoren und Musikleben in Leipzig von 1616–1817
Das Amt des Thomaskantors spielt in Leipzig seit Jahrhunderten eine zentrale Rolle im musikalischen und geistlichen Leben der Stadt. Thomaskantoren waren nicht nur für die Musikpflege an der Thomaskirche verantwortlich, sondern auch für die Ausbildung der Thomaner und die Leitung des Knabenchores. Ihre Aufgaben umfassten Komposition, Probenleitung, Unterricht in Musik und Latein sowie die Organisation der Kirchenmusik in den Hauptkirchen Leipzigs. Kantoren wie Johann Hermann Schein, Johann Kuhnau und vor allem Johann Sebastian Bach prägten die protestantische Kirchenmusik nachhaltig und beeinflussten die Entwicklung der Musik in ganz Europa. Ehemalige Thomaner wie Reinhard Keiser, Christoph Graupner und Johann David Heinichen wurden zu erstklassigen Musikern und Komponisten. Auch nach Bachs Tod blieb das Amt einer der angesehensten musikalischen Posten Deutschlands.
Die Internationalen Tage der Alten Musik 2026 boten eine Kombination aus praktischer musikalischer Arbeit mit Lehrenden der ABU in Einzel- und Kammermusikunterricht sowie vertiefenden theoretischen Vorträgen. Als Gastvortragender konnte der renommierte Musikwissenschaftler und Intendant des Bachfests Leipzig Prof. Dr. Michael Maul gewonnen werden.
Koordination: Till Alexander Körber
In Kooperation mit Ute Paporisz (Koblenz) und Prof. Claus-Christian Schuster (Wien)
Der Komponist, Pianist und Pädagoge Yoram Paporisz (1944–1992) wurde als Kind jüdischer Eltern in Polen geboren, studierte in Israel, Italien und Deutschland. Gegen die Vereinzelung des Menschen setzte Paporisz die interkulturelle Begegnung in der Musik. Ziel des Projektes war die Erschließung und Verbreitung des kompositorischen Schaffens Paporiszs. Durch das Gesamtprojekt sollte das pädagogisch wertvolle und aktuelle Schaffen erschlossen und bekannter gemacht werden.
Konzertprogramm
Koordination: Andreas Starr
Das Symposium brachte Tänzer*innen, Tanzpädagog*innen, Künstler*innen, Angehörige der Gesundheitsberufe und Studierende zusammen. Im Fokus standen nachhaltige Projektformate, partizipative Methoden sowie die gesellschaftliche und außerschulische Wirkung von Tanzprojekten. Zudem wurden aktuelle Ansätze, Forschung und Praxisbeispiele an der Schnittstelle von Tanz, Gesellschaft, Gesundheit, Bildung und Wissenschaft diskutiert.
Konzeption und Organisation: Carolin Stahrenberg, Georg Nicklaus, Roman Duffner, Erin Lupardus, Lukas Mantovan
Die ABU freut sich, zum ersten Mal Gastgeberin der Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Musikwissenschaft (ÖGMw) gewesen zu sein. Diese Ehre zeigte die wachsende Ausstrahlung der ABU im Bereich der Musikwissenschaft, und wir genossen einen spannenden Austausch mit nationalen und internationalen Gästen zum Thema „Vergessen und Erinnern – Über Gedächtnis und Gedächtniskulturen von Musik“. Im Rahmen der Jahrestagung fand auch das Symposium der Jungen Musikwissenschaft (JuMuWi) für Studierende statt.
Keynotespeaker*innen: Prof. Dr. Paul Craenen (Artistic Research und Komposition, Leiden University und The Hague Royal Conservatory), Prof. Dr. Kendra Stepputat (Musikethnografie, KUG)
Konzeption und Organisation von den Doktorierenden: Hazal Akyaz, Athina Androulidaki, Enrico Coden, Óscar Escudero, Konstantina Polychronopoulou
Es war das zweite Symposium in der Reihe von PARL NEXT GENERATION, das ausschließlich von unseren Doktorandinnen und Doktoranden organisiert wurde. In dieser Ausgabe von PARL NEXT GENERATION wurde das Zusammenspiel und die Grenzen zwischen körperlicher, sinnlicher und sprachlicher Erkenntnisgewinnung und Worten sowie zwischen Theorie und Praxis erforscht. Indem wissenschaftliche und künstlerische Forscher*innen im Dialog zusammengebracht wurden, konnten Synergien entdeckt werden, die das Verständnis und die Innovation in ihren jeweiligen Bereichen fördern.
Vom 20. bis 22. März 2025 fand an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz die internationale Konferenz „Rethinking Popular Music Production in Austria and Germany from 1930 to 1950 — Styles, Structures, and Stagings“ statt. Diese Konferenz wurde vom Team des WEAVE-Projekts PopPrints (Grant-DOI: 10.55776/I6627) organisiert.
Koordination: Peter Herbert
Das Improvisations-Symposium „ProImPro“ ist die jährlich stattfindende öffentliche Präsentation des mehrjährigen Forschungsprojekts „IM PULS“ – Aspekte und Praxis der Improvisation in aktueller Musik. In allen ihren vielfältigen Aspekten hat die Improvisation doch eine gemeinsame grundlegende Komponente. Es geht immer um den Umgang mit einer (künstlerischen) Aufgabe im Moment und ihrer praktischen Umsetzung. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Improvisation muss sich daher neben theoretischen Überlegungen und historischer Aufarbeitung vor allem mit der praktischen Umsetzung von improvisatorischen Ansätzen und einer adäquaten Dokumentation und Veröffentlichung dieser „Experimente“ beschäftigen.
Konzept und Organisation: Irena Müller-Brozović, Hans Georg Nicklaus, Dagmar Schinnerl
In Kooperation mit mica-music austria, Plattform Musikvermittlung Österreich, IG Musikvermittlung Österreich, NJO/Netzwerk Junge Ohren, Forum Musikvermittlung an Hochschulen und Universitäten
Die Tagung beleuchtete den Musikbereich aus verschiedenen Perspektiven und brachte Akteur*innen aus künstlerisch(er) (und) vermittelnder Musizierpraxis, Management und Förderstellen in einen Austausch. Anhand aktueller Projekte und Strategien sowie in Workshops und Foren untersuchte die Tagung, wie Musikvermittlung zum Game Changer im Musikbereich werden kann.
Musik am Wiener Hof 1658–1740 (Leopold I. bis Karl VI.)
Kaiserliche Komponisten und komponierende Kaiser
Dozent*innen:
Emma Black: Barockoboe
Anne Marie Dragosits: Cembalo, Einstudierung „Sepolcro“ von Pederzuoli
Miriam Feuersinger: Gesang (nur 22.1./23.1.)
Marcello Gatti: Traversflöte
Christine Gnigler: Blockflöte
Franz Landlinger, Wolfgang Gaisböck: Barocktrompete
Christoph Urbanetz: Viola da gamba
Elisabeth Wiesbauer: Barockvioline und -viola, Orchester
Vortragende:
Natalia Ardila-Mantilla, Hochschule für Musik und Tanz Köln
Michael Göllner, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Johann Honnens, Universität der Künste Berlin
Julian Schunter, Gustav Mahler Privatuniversität für Musik Klagenfurt
Bianka Wüstehube, Anton Bruckner Privatuniversität Linz
Planungsteam: Katharina Knoll / Bianka Wüstehube
Der Anspruch einer Instrumental(Gesangs)pädagogik für alle ist im aktuellen Fachdiskurs allgegenwärtig. Der Potsdamer Erklärung (VdM 2014) zur Leitidee einer inklusiven Musikschule folgten zahlreiche Beispiele in der Praxis, von der Zusammenarbeit zwischen Musikschule und Schule (z. B. ELEMU, EMSA, JeKits, MeKs-MUSIK) bis hin zur Öffnung von Musikschulen für neue Zielgruppen (z. B. Projekte für geflüchtete Menschen, Musiziergruppen für Menschen im 4. Lebensalter). Welche Rolle aber spielt der Anspruch einer Instrumental(Gesangs)pädagogik, die sich an alle richten soll, in der instrumental- und gesangspädagogischen Hochschulausbildung? Hier ist eine Diskrepanz zwischen einem inklusiven Anspruch, dem im Allgemeinen zugestimmt wird, und der eigenen Zuständigkeit festzustellen. Mitunter entsteht der Eindruck, dass die Verantwortung in das Feld bestimmter Disziplinen (Elementare Musikpädagogik, Musikvermittlung) abgeschoben wird. Zusätzlich scheint sich das, was unter Inklusion verstanden wird, und die Art und Weise, wie diese gelebt wird, stark zu unterscheiden.
Das Symposium, das anlässlich des 30-jährigen Dienstjubiläums von Bianka Wüstehube stattfand, trug dazu bei, diese Diskrepanzen zu verringern bzw. deren Ursachen und mögliche Ansatzpunkte für Veränderungen zu diskutieren. Mit Blick auf das Ganze des Faches in Theorie und Praxis sowie auf die individuellen Orientierungen von Lehrenden und Lernenden sollte ein konstruktiver Diskurs angebahnt werden: Mit welchen Inklusions- und Ausschlusspraktiken sind Menschen in den Institutionen der Instrumentalpädagogik (Universität, Hochschule, Musikschule, Schulen etc.) konfrontiert? Auf welche Art und Weise tangiert sie das für alle, und wie manifestiert sich die Notwendigkeit eines Nachdenkens über Inklusion? Wie könnten Perspektiven und Konzepte, die intersektional verschiedene Weisen der Diskriminierung ins Auge fassen, aussehen, und welche (hochschul)didaktischen Implikationen ergäben sich daraus? Wie werden Ausschlusspraktiken, die den Anspruch der Diversität ignorieren, im Feld der hochschulischen IGP erlernt, und wie können sie ‚verlernt‘ werden? Wie kann sich eine diversitätsbewusste und machtsensible Haltung für die spätere Berufspraxis entwickeln, und was braucht es an Personal, Ressourcen sowie Unterstützung von Hochschullehrenden, um diesen Prozess zu begleiten? Wie lässt sich erreichen, dass Diskurse um Vielfalt etc. nicht unverbunden nebeneinander herlaufen, sondern vielmehr in einen konstruktiven Zusammenhang kommen?
Koordination: Univ.-Prof.in Dr.in Barbara Lüneburg
Ein gemeinsames Symposium des künstlerischen Forschungsprojekts Embodying Expression, Gender, Charisma — Breaking Boundaries of Classical Instrumental Practices (EmEGC) und des interdisziplinären Forschungsnetzwerks Implizites Wissen (FORIM)
Im künstlerischen Forschungsprojekt Embodying Expression, Gender, Charisma — Breaking Boundaries of Classical Instrumental Practices (EmEGC; FWF AR-749G) untersuchen die Geigerin, Komponistin und Wissenschaftlerin Barbara Lüneburg, der Soziologe Kai Ginkel und die Flötistin Renata Kambarova, wie der Körper von Instrumentalist*innen ein wesentlicher Faktor für musikalischen Ausdruck, Genderperformanz und Charisma ist. EmEGC befasst sich also mit einer theoretisch-empirischen Perspektive auf implizites Wissen im Kontext der Verkörperung im Bereich der westlichen klassischen Musikpraxis. Das Team untersucht korporale, sozial konstruierte und mediale Formen der Verkörperung im Bereich von Performance und Rezeption. Ausdruck, Geschlecht und Charisma bilden hierbei zentrale Themenbereiche in der Frage nach dem Körper als a) Instrument des Denkens und b) Quelle von Wissen. Methodologisch wirft dies Fragen auf, die wir einerseits über speziell entwickelte Methoden der künstlerischen Forschung und andererseits über soziologische Praktiken reflektieren. Die künstlerisch-wissenschaftliche Kernmethode zur Erforschung der Verkörperung – Re-enacting Embodiment – nutzt dabei drei Formen des Wissens, die den Künstler*innen im Projekt zur Verfügung stehen: Explizites und implizites Körperwissen, das im Extremfall zum stillschweigenden/tacit Wissen wird, das oft nur schwer greifbar ist, aber über diese Methode ergründbar wird.
Das international und interdisziplinär ausgerichtete Forschungsnetzwerk Implizites Wissen (FORIM) ist interessiert am Austausch über das Phänomen menschlicher Könnerschaft unter der Leitperspektive impliziten Wissens. FORIM wurde im Jahre 2009 von Fritz Böhle (Institut für sozialwissenschaftliche Forschung e. V., München), Jörg Markowitsch (3s research laboratory), Georg Hans Neuweg (Institut für Wirtschafts- und Berufspädagogik, JKU Linz) und Tasos Zembylas (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien) gegründet. Das Netzwerk tagt seither jährlich und wendet sich an Forscher*innen, die sich für das Studium menschlicher Könnerschaft interessieren, welche sich als intuitiv-improvisierend, situativ, flexibel, künstlerisch, kreativ und infolge als nicht formalisierbar beschreiben lässt.
Der internationale Kongress zu Ehren des 200. Geburtstages von Anton Bruckner – Bruckner Now and Then – fand vom 20. bis 23. August 2024 in Verbindung mit den Brucknertagen in Sankt Florian statt. Zu den Teilnehmenden zählten etablierte Wissenschaftler*innen und Expert*innen aus verschiedenen Bereichen aus Deutschland und Österreich, den USA und Großbritannien. Der Kongress behandelte eine Vielfalt von Themen und stand jedem, der sich für Bruckner und seine Musik interessiert, offen.
Vorträge von Vertreter*innen der BrucknerUni:
- Lars Laubhold: Harnoncourt’s Bruckner: From Performance to Analysis
- Markus Neuwirth: Harnoncourt’s Bruckner: From Analysis to Performance
Im Rahmen des Kongresses fand die Verleihung der Bruckner Society of America Kilenyi Medal of Honor an Matthias Giesen und Klaus Laczika statt.
Das Hotel im Musiktheater und die Performance des Populären
Spielort: Kongress & TheaterHaus Bad Ischl
In Kooperation mit der Paris Lodron Universität Salzburg, der Anton Bruckner Privatuniversität Linz und dem JAM MUSIC LAB der Privatuniversität Wien
Ausgehend von Paul Abrahams Operette nahm das Symposium zwei Perspektiven ein: Zum einen wurden Fragen der Darstellung und Funktion des Hotels im Musiktheater diskutiert. Zum anderen ging es um Aspekte der Aufführung populärer Musiktheater-Texturen: Welche performativen Herausforderungen bringt die Aufführung des historischen, populären Musiktheaters mit sich? Welche Lösungsversuche zeigen sich? Welchen Beitrag können neue Ausgaben leisten? Gibt es eine historisch informierte Aufführungspraxis für die Operette? Diese und weitere Themen wurden innerhalb des Symposiums behandelt.
Koordination: Darrel Toulon
Kooperationspartnerschaften:
CMHF Infinitus Foundation
Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung
Lern- und Gedenkstätte Schloss Hartheim
Das Symposium bot der Community der Anton Bruckner Privatuniversität, gemeinsam mit Lebensborn-Protagonist*innen, Forscher*innen und externen Gästen, die Möglichkeit, durch ein Programm aus wissenschaftlichen und künstlerischen Vorträgen, Impulsreferaten und Podiumsdiskussionen – an der Schnittstelle von Performancekunst und gesellschaftlich relevanten Themen – über Lebensborn zu reflektieren.
Das Symposium wurde als Fortsetzung eines partizipativen Workshops im April 2024 konzipiert, bei dem die Methodik des von Darrel Toulon entwickelten Docu-Dance-Theaters für eine generationenübergreifende Gruppe von Menschen mit Lebensborn-Bezug (in Lebensborn-Heimen geborene Menschen der ersten Generation, Lebensborn-Familienangehörige der zweiten und dritten Generation, Studierende der darstellenden Künste an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz, Bürger*innen aus der Umgebung des Lebensborn-Geburtshauses „Wienerwald“ in Niederösterreich und akademische Forscher*innen) angewendet wurde, um das Vermächtnis des Lebensborn und der NS-Vergangenheit aufzuarbeiten.
Gesellschaft für Musikforschung
Koordination: Peter Herbert
Das Improvisations-Symposium „ProImPro“ ist die jährlich stattfindende öffentliche Präsentation des mehrjährigen Forschungsprojekts „IM PULS“ – Aspekte und Praxis der Improvisation in aktueller Musik. In allen ihren vielfältigen Aspekten hat die Improvisation doch eine gemeinsame grundlegende Komponente. Es geht immer um den Umgang mit einer (künstlerischen) Aufgabe im Moment und ihrer praktischen Umsetzung. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Improvisation muss sich daher neben theoretischen Überlegungen und historischer Aufarbeitung vor allem mit der praktischen Umsetzung von improvisatorischen Ansätzen und einer adäquaten Dokumentation und Veröffentlichung dieser „Experimente“ beschäftigen.
Von Schubert bis Bruckner
Romantische Kammermusik und Lied unter dem Blickwinkel der Historisch informierten Aufführungspraxis
Dozent*innen:
Els Biesmans: Hammerklavier, Kammermusik
Emma Black: Romantische Oboe, Kammermusik
Clive Brown: Streicherkammermusik
Miriam Feuersinger: Lied, Gesang
Anne Pustlauk: Klappenflöte, Kammermusik
Franz Landlinger: Workshop Inventionstrompete, Klappentrompete, Ventiltrompete (nur 25.1.)
International Dance Research Festival
ABU (Studiobühne), Pfarrkirche Urfahr – St. Josef, Kunstuniversität Linz (Audi Max)
Concept and organisation: Univ.-Prof. Rose Breuss, Damián Cortés Alberti, Polina Kliuchnikova
The second edition of the Share-Rosenberg Festival focused on dance research from the perspective of professional dancers. Theoretical questions on the practice of orality in the transmission of dances, written artefacts such as notations and scores in the context of digitalisation as well as epistemological and local specific approaches to dance techniques formed the field of investigation and discourse. This part of the Share-Rosenberg Festival took place in cooperation with the Linz University of Art, Miriam Althammer, Paris Lodron University Salzburg, and Claudia Jeschke, Limbo Arts Studios.
Under the motto Cloud Dances, Master’s students from the Dance programme at the Anton Bruckner Private University worked on a joint production as part of the international cooperation SHARE with students from the dance department at the University of Goce Delchev North Macedonia, the Latvian Academy of Culture in Riga, the Budapest Contemporary Dance Academy, and Akademie múzických umění v Praze (Praha). In a workshop preceded by joint online meetings, the usual ‘group practice’ in dance was scrutinised in theory and practice and questioned in an artistically creative way.
Another part of the festival gathered different dance communities such as guests from the Folkwang University of the Arts in Essen with, among others, Noa Eshkol Dances, and the South Korean A!KO Dance Festival.
Die ABU vertritt ein pluralistisches Verständnis von Forschung. Neben gängigen Forschungsmethoden richtet sich dieses auf die Entwicklung neuer Zugänge und die Erzeugung von Wissen über und durch Musik, Tanz und darstellende Kunst. Am Montag, den 27. November 2023 öffnete das neue Vizerektorat für Forschung Tür und Tor und feierte mit einem abwechlslungsreichen Programm seinen Auftakt an der ABU.
11.00 Uhr | Eröffnung im Foyer | Begrüßung durch Vizerektorin für Forschung Claire Genewein mit Resound Bruckner, dem Brass Ensemble der ABU (Koordination: Franz Landlinger)
Programm im Foyer (ganztägig)
- Archiv Seltener Arten | Ausstellung | Inhalt: Martin Mallaun
- b-doc | Das digitale Kunst- und Forschungsportfolio der ABU | Informationsstand & Film
- Forschungsservice | Informationsstand zu Forschungsförderungen
- Die Doktoratsprogramme stellen sich vor | Ein Einblick in laufende Projekte in Form von Posterpräsentationen der Doktorand*innen | Ganztägige Ausstellung | 12.45 Uhr: Eröffnung mit der Leitung der Doktoratsprogramme Barbara Lüneburg und den Doktorierenden
- Docu-dance-theatre Elective Sommer-Semester 2022 | Film | Inhalt: Darrel Toulon
Programm im Sonic Lab
- 11.05–11.35 | Carolin Stahrenberg, Markus Neuwirth | Musik – Migration – Mobilität | Einblicke in ein musikhistorisches Forschungsfeld | Projektpräsentation/Vortrag | CHAIR: Markus Neuwirth
- 11.45–12.15 | Barbara Lüneburg | Embodiment und Expressivität: Methoden der künstlerischen Forschung im FWF-Forschungsprojekt Embodying Expression, Gender, Charisma | Vortrag inklusive der Performance von Exploring Gestures für Airvioline und Soundtrack (2023) von und mit Barbara Lüneburg | CHAIR: Claire Genewein
- 12.20–12.45 | Roman Duffner | Strap the Guitar to the Player! | Über die komplexe Trivialität des „Gitarren-Gurtes“ | Vortrag | CHAIR: Markus Neuwirth
- 12.50–13.15 | Markus Neuwirth | Digitalität jetzt! | Einblicke in die Werkstatt der digitalen Korpusforschung | Vortrag | CHAIR: Claire Genewein
- 13.20–13.45 | b-doc | Das digitale Kunst- und Forschungsportfolio der ABU | Filmpräsentation (b-doc-Imagefilm) mit kurzer Einführung
- 13.50–14.30 | Danica Lazarevic, Elena Nikolovska, Lena Arvay Vass & Zoelie Ruffieux | ¿ZIEL:SICHER! Looking Back | Filmpräsentation mit Einführung | Kamera und Schnitt: Jura Branellec, Regie: Darrel Toulon | CHAIR: Susanne Fischer-Kauer
- 15.30–16.00 | Andreas Weixler & Se-Lien Chuang | SNAP AV — Sonic Net Arts Performance & audiovisuelle Prozesse | Echtzeit-Performance über die Kontinente und Interaktionen in Bild und Ton | Vortrag und Konzertdemonstration | CHAIR: Rainer Holzinger
- 16.50–17.20 | Enrique Mendoza | Hybrid Audio Diffusion System (HADS) | Creating Augmented Immersive Sound-Fields | Lecture-Performance | CHAIR: Barbara Lüneburg
- 17.30–17.55 | Martin Stepanik mit Fabian Rucker, Chris Kronreif und Christoph Meier | QUANTUM LEAPS | Eine musikalisch-historische Versuchsanordnung von Martin Stepanik | Performance (Lecture Recital Concert) | CHAIR: Markus Neuwirth
Programm im Kleinen Saal
- 11.30–12.30 | Christian Frauscher, Rainer Holzinger & Ariane Serglhuber | VRImind! Virtuelles Entfliehen und Zusammenkommen für Krebspatient*innen | Bearbeiten von krankheits- und behandlungsassoziierten Belastungen in der Psychoonkologie mittels VR-basierter Imaginationstherapie | Vortrag und praktische Vorführung der Forschungstätigkeit | CHAIR: Rainer Holzinger
- 12.40–13.05 | Hannes Löschel | Rewriting Rott | Junge Komponist*innen in Linz einst und jetzt | Vortrag mit Film | CHAIR: Susanne Fischer-Kauer
- 13.10–13.30| Juliane Oberegger | Kilian Reinarth / con 50. Anni di sua / umilissima Servitù | Die Wiener Hofkirchenmusik in der österreichischen Fastenzeit und die rubriche generali (1727) | Vortrag | CHAIR: Enrico Coden
- 13.35–13.55 | Enrico Coden | Mercadantes Flötenwerke | Ein dramma buffo über die historische Aufführungspraxis | Lecture Recital | CHAIR: Juliane Oberegger
- 14.00–14.25 | Claudia Stobrawa | Das Nikolaus-Harnoncourt-Zentrum: die Suche nach dem Warum | Vortrag | CHAIR: Claire Genewein
- 14.30–14.50 | Michaela Vaught & Bianka Wüstehube | Ich spiele die Sonnenstrahlen! | Elementares Musizieren mit alten und sehr alten Menschen | Vortrag | CHAIR: Rainer Holzinger
- 14.50–15.10 | Valerie Westlake-Klein & Bianka Wüstehube | Aspekte künstlerischer Arbeit und Präsentationen im Fachbereich EMP an der BrucknerUni | Vortrag | CHAIR: Rainer Holzinger
- 15.10–15.30 | Katharina Knoll & Michaela Vaught | Kunstlabor Linz | Raum für musisch-ästhetisches Erleben | Vortrag | CHAIR: Rainer Holzinger
- 15.45–16.15 | Karen Schlimp & Manuela Kloibmüller | Pianomobile-Klaviere in Bewegung | CHAIR: Barbara Lüneburg
- 16.25–16.50 | Martin Mallaun | Archiv Seltener Arten | Vortrag | CHAIR: Susanne Fischer-Kauer
- 16.55–17.25 | Matthias Giesen | Alter Wein in neuen Schläuchen | Satzmodelle im Werk Anton Bruckners | Vortrag | CHAIR: Markus Neuwirth
- 17.30–17.55 | Volkmar Klien | PORTABLE SEAS OF SOUND & PERFORMANCES WITHOUT AN AUDIENCE | SADISS — socially aggregated, digitally integrated sound system, a web-based application | Vortrag | CHAIR: Susanne-Fischer-Kauer
Abendprogramm ab 18.00 Uhr (Kleiner Saal)
18.00 Uhr Begrüßung
Rektor Martin Rummel und Vizerektorin für Forschung Claire Genewein
18.10 Uhr Claire Genewein
Forschung in 100 Sekunden
18.30 Uhr Lars Laubhold
Filmstar für das Vaterland: Anton Bruckner im frühen österreichischen Film
Buffet
20.15 Uhr Previn Moore & Darrel Toulon
OTINO WA: A song that came out of the darkness of the LRA War in Uganda
„¿ZIEL:SICHER!“ – ist ein oberösterreichisch-niederösterreichisches gemeinnütziges Sozialprojekt für langzeitarbeitslose Menschen aus dem Raum St. Pölten, Mitarbeiter*innen der Gemeinnützigen Sanierungs- und Beschäftigungs GmbH (GESA) und Studierende der Anton Bruckner Privatuniversität. Das Projekt begann im November 2022 mit künstlerischen Aktivitäten im „Haus des Lernens“ in St. Pölten und hat sich in den darauffolgenden Monaten über vielfältige Interaktionen und Begegnungen zwischen den Beteiligten auch in die offene Landschaft Niederösterreichs ausgeweitet. Das altersübergreifende und interkulturelle Projekt wurde von Darrel Toulon konzipiert und gemeinsam mit GESA-Bereichsleiterin Traude Fasching entwickelt.
„¿ZIEL:SICHER!“ basiert auf dem Pilot-Projekt „IN THE NAME OF THE FATHER“ und greift die von Darrel Toulon erforschte und entwickelte Methode des Docu-Dance-Theaters auf. Darin interagierten langzeitarbeitslose Menschen mit Studierenden der darstellenden Künste (BA und MA Tanz, BA Komposition) zur Transformation ihrer Biografien durch künstlerische Interventionen. Der fünftägige Kick-off-Workshop von „¿ZIEL:SICHER!“ umfasste Körpertraining, Anwendung zeitgenössischer Tanztechniken, darstellerische Übungen, Raumwahrnehmung, Kollektivbildung und Kontaktimprovisation sowie eine Choreographie von Tanzminiaturen. Diese wurden schließlich unter der künstlerischen Leitung von Darrel Toulon einem ausgewählten Publikum präsentiert. Das Symposium „Artistic Documentation of the Project ZIEL:SICHER“ auf der Studiobühne der ABU bot allen Teilnehmer*innen, Stakeholder*innen sowie Förder*innen die Möglichkeit, den Prozess durch ein Programm aus wissenschaftlichen und künstlerischen Präsentationen, Impulsvorträgen und einer Podiumsdiskussion zu reflektieren.
Der Kurzfilm „¿ZIEL:SICHER!-looking back“ (Kamera und Schnitt: Jura Branellec, Regie: Darrel Toulon) dokumentierte die verschiedenen Phasen des Prozesses und feierte auf diesem Symposium seine Weltpremiere.
Das Projekt wurde von der Stiftung CMHF Infinitus gefördert und ist exemplarisch für die Third Mission der Universität, die Studierende der Universität in unmittelbaren und direkten Dialog mit der Gesellschaft bringt.
Koordination: Peter Herbert & Martin Stepanik
Das Improvisations-Symposium „ProImPro“ ist die jährlich stattfindende öffentliche Präsentation des mehrjährigen Forschungsprojekts „IM PULS“ – Aspekte und Praxis der Improvisation in aktueller Musik. In allen ihren vielfältigen Aspekten hat die Improvisation doch eine gemeinsame grundlegende Komponente. Es geht immer um den Umgang mit einer (künstlerischen) Aufgabe im Moment und ihrer praktischen Umsetzung. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Improvisation muss sich daher neben theoretischen Überlegungen und historischer Aufarbeitung vor allem mit der praktischen Umsetzung von improvisatorischen Ansätzen und einer adäquaten Dokumentation und Veröffentlichung dieser „Experimente“ beschäftigen.
Wie von Geisterhand
Vom 18. bis 20. Jänner gastierte das Forschungsprojekt „Magic Piano“ der Hochschule der Künste Bern (HKB) an der Anton Bruckner Privatuniversität.
Mit Manuel Bärtsch, Sebastian Bausch (HKB), Martin Elste (Berlin) und Lars Laubhold (ABU).
Einspielungen auf Welte-Mignon-Klavierrollen konnten das Klavierspiel des frühen 20. Jahrhunderts mit beeindruckender Genauigkeit aufzeichnen und wieder hörbar machen. In den letzten 12 Jahren wurden Klavierrollen als Interpretationszeugnisse von Komponisten und Pianist*innen der vorletzten Jahrhundertwende an der HKB breit erforscht. Durch Workshops, Vorträge, Konzerte, Diskussionen, vor allem aber auch durch eigenes Tun, sollten Erkenntnisse und Resultate dieser Forschungsleistungen Studierenden und Lehrenden der ABU sowie einem interessierten Publikum vermittelt werden. Bewussteres Hören und freieres Spiel waren dabei die Hauptziele, um Interpretation als eigene Disziplin kennenzulernen.
Die ABU veranstaltete in Zusammenarbeit mit der Universität Salzburg und dem Lehár Festival Bad Ischl das wissenschaftliche Symposium „IM KONTEXT: Frau Luna – Musiktheater zwischen Berlin und dem Mond“.
Die Vorträge widmeten sich u. a. Themen wie der Mondreise im Musiktheater des 18. Jahrhunderts (Bianca Bapst), den populären Weltraum-Utopien im Kaiserreich (Michael Fischer), der historisch informierten Aufführungspraxis der Operette (Matthias Grimminger) sowie der Aufführungsgeschichte von Paul Linckes „Frau Luna“ (Nils Grosch). Jens-Uwe Völmecke und Carolin Stahrenberg thematisierten in ihren Vorträgen den Berliner Theaterkontext und widmeten sich der Revue (Völmecke) sowie den damaligen Orten des populären Musiktheaters (Stahrenberg).
Perspektiven und Modelle eines künstlerischen Instrumental- und Gesangsunterrichts
Symposium anlässlich der Emeritierung von Peter Röbke
Veranstaltungsort:
Joseph Haydn-Saal, Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien
Kooperation des Fachbereichs IGP am Institut für musikpädagogische Forschung, Musikdidaktik und Elementares Musizieren der mdw mit der Hochschule für Musik und Tanz Köln, der Universität der Künste Berlin und der Anton Bruckner Privatuniversität Linz
Planungsteam:
Elisabeth Aigner-Monarth, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Natalia Ardila-Mantilla, Hochschule für Musik und Tanz Köln
Ivo Berg, Universität der Künste Berlin
Markus Göller, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Hannah Lindmaier, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Bianka Wüstehube, Anton Bruckner Privatuniversität Linz
Programm Ankündigungstext zum Symposium Plakat zur Veranstaltung
Koordination: Peter Herbert & Martin Stepanik
Das Improvisations-Symposium „ProImPro“ ist die jährlich stattfindende öffentliche Präsentation des mehrjährigen Forschungsprojekts „IM PULS“ – Aspekte und Praxis der Improvisation in aktueller Musik. In allen ihren vielfältigen Aspekten hat die Improvisation doch eine gemeinsame grundlegende Komponente. Es geht immer um den Umgang mit einer (künstlerischen) Aufgabe im Moment und ihrer praktischen Umsetzung. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Improvisation muss sich daher neben theoretischen Überlegungen und historischer Aufarbeitung vor allem mit der praktischen Umsetzung von improvisatorischen Ansätzen und einer adäquaten Dokumentation und Veröffentlichung dieser „Experimente“ beschäftigen.
Symposium und Workshop in Kooperation mit der ABU Linz und dem Lehár-Festival Bad Ischl
Das Symposium wurde als Inventur unseres Wissens zu dem vor 150 Jahren geborenen Komponisten Franz Lehár konzipiert. Was wissen wir über ihn, über seine Werke – auch jenseits der „Lustigen Witwe“? In welchen historischen Kontexten sind seine Werke entstanden, auch diejenigen, die seltener aufgeführt werden? Wie haben sich die Werke und das Bild, das wir uns von ihnen machen, im Laufe ihrer Auffürungsgeschichte verändert? Wie lassen sich die darin zutage tretenden Strategien der Konstruktion und Inszenierungen von Geschlecht, Ethnie und sozialer Gruppe in heutigen Produktionen einfassen oder brechen?
Eine beispielhafte Tiefenbohrung wurde bei der Entstehung- und Aufführungsgeschichte des Bühnenwerks „Die gelbe Jacke“ und dessen Weiterentwicklung zum „Land des Lächelns“ sowie bei den Möglichkeiten und Problemen vorgenommen, die Werke Lehárs wie auch anderer Vertreter des populären Musiktheaters kritisch zu edieren.
Vom 30.6. bis 3.7.2021 fand die XV. Tagung des Forschungsnetzwerks Song, Stage and Screen unter inhaltlicher und organisatorischer Mitwirkung der ABU statt. Als Thema wurde das Bühnen- und Filmmusical gewählt, das unter dem Paradigma der Mobility Studies betrachtet wurde.
Ziel der Konferenz war, neue Perspektiven zur Analyse von Produktions- und Aufführungsprozessen, Musik und Tanz, künstlerischen Konzeptionen und politisch-sozialen Verkettungen des Genres zu entwickeln. Entwicklungen wie die Black-lives-Matter-Bewegung und die Immobilisierung performativer Aktivität durch den COVID19-bedingten Lockdown gaben einer solchen Fragestellung eine neue Aktualität und waren als Themenstellungen der Tagung explizit vorgesehen.
Als Keynote Speakers konnten Shana Redmond (University of California, Los Angeles) und Derek B. Scott (University of Leeds) sowie Lydia Goehr (Columbia University, New York) gewonnen werden.
Die Tagung wurde gemeinsam mit dem Institut für Musik- und Tanzwissenschaft der Universität Salzburg organisiert. Von Seiten der ABU zeichnete Univ.-Prof.in Dr.in Carolin Stahrenberg für die inhaltliche Ausrichtung verantwortlich, an der Universität Salzburg Univ.-Prof. Dr. Nils Grosch. Zum Organisationsteam gehörten außerdem Roman Duffner (ABU), Ruard Absaroka und Natalie Stadler (beide Universität Salzburg).
Sigurd Leeder und Karin Waehner: Didaktische Vermittlung choreographischer Verfahren und ihrer Tanztechniken anhand des zeitgenössischen Werkrepertoires
Koordination: Annette Lopez Leal, Bruno Genty
Wie können Musizieren und künstlerisches Gestalten mit und ohne Behinderung gelingen? Wie können Freiräume für das Entfalten besonderer Potentiale gewonnen, wie die individuelle Ausdrucksfähigkeit gestärkt werden?
Die Anton Bruckner Privatuniversität und das Oö. Landesmusikschulwerk luden in diesem Bereich Tätige, insbesondere Lehrpersonen an Musik- und Pflichtschulen, Studierende und alle am Thema interessierte Menschen ein.
Der Vormittag beinhaltete Vorträge, Performances sowie Einblicke in inklusive Angebote an Musikschulen und der Musikuniversität. Am Nachmittag konnten die Teilnehmenden Anregungen und Impulse für musikalische, musikpädagogische und künstlerische Praxisfelder sammeln. Eine Vernissage „Klang und Farbe“ rundete den Thementag ab.
Koordination: Carin van Heerden
Ein Jahr lang beschäftigte sich das Institut für Alte Musik und Historische Aufführungspraxis mit den Lechler Manuskripten aus Stift Kremsmünster und nahm dabei konkrete Themen unter die Lupe: die Entstehung und Bedeutung der Manuskripte, den Kontext des regionalen und internationalen Bezugs, aufführungspraktische Hinweise zur Ornamentik und ihre Umsetzung, Untersuchungen an Instrumentalensemlebildungen wie in der Partitur vorgegeben, Bezugnahme des erhaltenen Instrumentariums in Stift Kremsmünster und im Linzer Landesmuseum. Die bisherige Auseinandersetzung beinhaltete Vorträge, Exkursionen nach Stift Kremsmünster und in die Instrumentenausstellung im Linzer Landesmuseum, Edierungsarbeit im Rahmen des Studiums und Workshops mit namhaften Gästen an ausgewählten Werken aus den Manuskripten.
Das Symposium beschäftigte sich mit Themen, die einen ausgesprochen spielpraktischen Bezug zum Forschungsgegenstand darstellten. Die Themen reichten von musikhistorischen Fragen über aufführungspraktische Konsequenzen (mit praktischen Beispielen) für Sänger*innen und Instrumentalist*innen anhand des überlieferten Instrumentariums und dem aktuellen Stand historischer Gesangstechniken. Dazu wurden renommierte Gäste aus dem In- und Ausland geladen.
Ein kritischer Blick auf einen faszinierenden, jungen Wissenschaftszweig
Ein Symposium zur künstlerischen Forschung mit renommierten Künstler*innen, künstlerisch Forschenden und Wissenschaftler*innen aus der Schweiz, Belgien und Österreich unter der Leitung von Univ.-Prof.in Dr.in Barbara Lüneburg
Keynotes von
- Peter Dejans, Leiter des Orpheus Instituut for Advanced Studies & Research in Music aus Ghent, Belgien
- Cathy van Eck, Performancekünstlerin aus Bern, Schweiz
Workshops, Performances und Vorträge von
- Christa Brüstle, Gender- und Musikwissenschaft
- Marko Ciciliani, Computermusik und Multimedia
- Johannes Kretz und Weya-Li, Komposition und Ethnologie
- Laurenz Lütteken, Musikwissenschaft
- Susanne Scholz, Barockvioline
- Enrique Thomás, Soundart und Interfacedesign
Koordination: Peter Herbert und Martin Stepanik
Das vom Institut für Jazz und Improvisierte Musik (JIM) der Anton Bruckner Privatuniversität initiierte Improvisations-Symposium „ProImPro 2019“ ist der öffentliche Startpunkt des mehrjährigen Forschungsprojekts: „IM PULS“ – ASPEKTE und PRAXIS der IMPROVISATION in AKTUELLER MUSIK
- „IM PULS“ ist primär ein Forschungsprojekt aller Dozent*innen des JIM, das aber grundlegend von universitärer/universeller Vernetzung und Kooperation ausgeht.
- „IM PULS“ verbindet die jahrzehntelangen, persönlichen, künstlerisch-wissenschaftlichen Erfahrungen der beteiligten Dozent*innen mit einer strukturierten & dokumentierten, gemeinsamen & mehrjährigen Forschungsphase und einem abschließenden internationalen Symposium zu einer fundierten Ausgangsbasis für eine weiterführende Erforschung der Improvisation in allen ihren vielfältigen Aspekten.
- „IM PULS“ schafft Wissen durch Veröffentlichung eigener Versuchsanordnungen / Prozesse / Dokumentationen auf einer speziell dafür installierten Plattform.
- „IM PULS“ vermehrt Wissen durch ein offenes Diskussionsforum, dessen relevante Beiträge geordnet in den „Fundus“ der „IM PULS–Plattform“ integriert werden.
In allen ihren vielfältigen Aspekten hat die Improvisation doch eine gemeinsame grundlegende Komponente. Es geht immer um den Umgang mit einer (künstlerischen) Aufgabe im Moment und ihrer praktischen Umsetzung. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Improvisation muss sich daher neben theoretischen Überlegungen und historischer Aufarbeitung vor allem mit der praktischen Umsetzung von improvisatorischen Ansätzen und einer adäquaten Dokumentation sowie Veröffentlichung dieser „Experimente“ beschäftigen.
Der Begriff „Aktuelle Musik“ wurde von uns im Bewusstsein seines kontroversen Potentials gewählt. Es geht uns dabei um eine Öffnung des Themas Improvisation über alle Genre-, Stil- und Kulturgrenzen hinaus. „Aktuelle Musik“ ist jede Musik, die zur Zeit auf diesem Planeten gespielt wird, und wir möchten sie, natürlich mit entsprechenden Spezialist*innen als Kooperationspartnerschaften, auf ihren „Improvisationsgehalt“ untersuchen.
4. Tagung der Plattform Musikvermittlung Österreich (PMÖ)
Kooperation: Anton Bruckner Privatuniversität (ABU) und Ars Electronica Center (AEC)
Musikvermittlung ist mittlerweile in allen Kultureinrichtungen als zentrales Kommunikations-Tool zwischen Bühne und Publikum an der Schnittstelle von Kunst und Bildung angekommen. Auf vielfältige Weise werden ästhetische Erfahrungsräume geöffnet, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene erste oder neue Begegnungen mit Musik ermöglichen. Partizipation ist in den Pre-Concert-Workshops und Konzertformaten der Musikvermittlung nicht nur ein Schlagwort sondern bestimmende Grundhaltung, um eigene und individuelle Auseinandersetzungen des Publikums zu fördern und zu stärken, bzw. um Beziehungen zwischen Künstlern und Menschen auch außerhalb von Einrichtungen der Hochkultur zu stiften. Digitale und soziale Medien dienen dabei als wichtiges Werkzeug, da sie einerseits das erste Kommunikationsmittel der Generation „Digital Native“ darstellen und andererseits auf kreative und niederschwellige Weise Partizipation ermöglichen.
Die vierte biennal stattfindende Tagung der Plattform Musikvermittlung Österreich richtete daher ihren Fokus auf die aktuellen Entwicklungen im Bereich der digitalen und sozialen Medien im Sinne einer internationalen Zusammenschau und versuchte dabei, den Diskurs zu Wechselwirkungen demokratischer und kunstvermittelnder Ansätze der Partizipation zu Projekten und Formaten der Musikvermittlung in Beziehung zu setzen. Die Zusammenarbeit mit dem AEC garantierte aufgrund der künstlerisch-medialen Expertise der Kuratoren die Aktualität der Zugänge.
Was haben RAP, DADA und Alte Musik gemeinsam?
„Sprech-Künste“: vier Ateliertage an der BrucknerUni vom 8.–11. Jänner 2019
Koordination: Carin van Heerden und Hans Georg Nicklaus
Sprech-Künste: rhythmisch-klangliche Artikulationen mit Merkmalen der Rhetorik wie Wiederholungen, Pausen, Metren, mit gezieltem Gebrauch von Tempo, Tonhöhe und Lautstärke. Sie vertrauen auf die Kraft der Artikulation mehr als auf eine mathematische Ordnung oder bildliche Nachahmung (Tonmalerei).
Die Ateliertage „Sprech-Künste“ der BrucknerUni haben in Workshops, Vorträgen, Konzerten und Lecture Performances den inzwischen weit verbreiteten Topos der „Klangrede“ (von Mattheson 1739 geprägt, von Harnoncourt populär gemacht) in den verschiedensten Facetten auf die Probe gestellt: nicht historisch auf Alte Musik beschränkt, nicht normativ als aufführungspraktische Forderung, nicht als Synthese verschiedenster Musikformen, sondern die auch widersprüchliche Vielfalt dieses – durchaus speziellen – Umgangs mit Klang bewusst und provokant herausgefordert. RAP (Yasmo), DADA (Jaap Blonk, Otto M. Zykan, Raoul Hausmann), Alte Musik (ausgehend etwa von ‚alten’ Rezitationen Alexander Moissis bei Claire Genewein und Jed Wentz, der überdies auch die Mimik und Gestik der Schauspielkunst für die Interpretation Alter Musik virulent machte) oder ein Rhetoriktraining für Musiker*innen (Katrin Müller-Höcker, die nicht das Rhetorische der Musik, sondern das Musikalische unseres Sprechens in einem Workshop erfahrbar machte): Dies alles und vieles mehr stand vier Tage lang im Zentrum verschiedenster Veranstaltungen, die offen waren für Gäste sowie Studierende aller Richtungen.
Ob Musik eine Sprache ist, war nicht das Thema. Es ging um das Sprechen, die Verfahren des Artikulierens und klanglichen Argumentierens. In einem Vortrag von Gerald Resch, der seiner eigenen Komposition „Figuren“ für Klarinette solo (live vorgetragen von David Lehner) gewidmet war, wurde deutlich, in welchem Ausmaß auch zeitgenössisches Komponieren von rhetorisch-motivischen Verfahrensweisen geprägt sein kann. Das Gleiche gilt für Helmut Schmidingers „KlangReden“ für Blockflöte, Streicher und Cembalo (eine Auftragskomposition für die Eröffnung der donauFestwochen im Strudengau, 2018), die hier von Lehrenden und Studierenden des Instituts für Alte Musik aufgeführt wurde.
Aber was wäre ein Topos oder Motto ohne Begrenzungen? Beliebigkeit! Genau das waren die „Sprech-Künste“ trotz interdisziplinärer und genreübergreifender Vielfalt nicht: Es wurden auch die Grenzen von Rhetorik und Musik sichtbar. Ein Vortrag von Lars Laubhold machte deutlich, dass Harnoncourts oftmaliger Verweis auf Textierungen von musikalischen Themen oder Motiven, wie sie der Musikwissenschaftler Arnold Schering in den Dreßigerjahren des vergangenen Jahrhunderts vorgenommen hat, ein kreatives Missverständnis war. Ohne Zweifel hat es die Vielfalt und Genauigkeit der Artikulation in den Interpretationen des großen Dirigenten beflügelt und einen Meilenstein in der Interpretationsgeschichte gesetzt. Die Textierungen Scherings waren jedoch der Idee einer Programmmusik verpflichtet, die angeblich konkrete Szenen, Inhalte und Botschaften vermitteln will (damit der alten Idee einer Rhetorik zutiefst widersprechend), und der letztlich prekäre Heilsbotschaften und der Ruf nach einem Führer unterstellt wurden. Damit hat das ausgerufene Motto dieser Ateliertage seine eigenen Grenzen reflektiert, zugleich aber vier Tage lang einen Kosmos von Verfahrensweisen, Aspekten, Techniken und Wirkungen der Sprech-Künste aufgezeigt.
Workshops
In fünf gut besuchten Workshops wurde die Ausdruckskraft der Stimme und des Sprechens erlebbar, das Handwerk des Mundwerks wurde quasi in die Mitte gerückt; die Verbindung von Praxis und Theorie war höchste Priorität. So wurden beispielsweise die Aussagen und Darstellungsmöglichkeiten von Rezitativen (Claudio Monteverdi, Georg Friedrich Händel, Georg Philipp Telemann und Johann Sebastian Bach) unter der Leitung von Anne Marie Dragosits nachgespürt und erörtert. Unterstützende Parameter des Textes wurden ebenso für das Continuospiel am Cembalo erklärt und probiert. Wie in vielen Quellen beschrieben, bleibt die Voraussetzung für eine überzeugende Erzählung des Textes ein intellektuelles und emotionales Verständnis für das einzelne Wort und seine klangliche Kraft und, im weiteren Verlauf, für den textlichen Zusammenhang.
Ein weiterer Workshop, von Elisabeth Wiesbauer und Claire Pottinger geleitet, richtete sich an alle Studierende der Streichinstrumente. Er lud zu einer Erkundung des Werkzeugs ein, womit ein Streichinstrument „zum Sprechen“ zu bringen ist. Was sagen die Quellen einerseits zu dem „sprechenden Bogen“, und wie sowie warum hat sich der Bogen über die Jahrhunderte verändert? Was können wir andererseits aus der Syntax der Musik (takthierarchische, harmonische oder melodische Betonungen) in Bezug auf die Verwendung des Bogens lernen? Anhand von Werken von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und theorethischen Quellen des 17. und 18. Jahrhunderts ging man diesen Fragen auf den Grund.
Katrin Müller-Höcker präsentierte einen (oben schon erwähnten) Workshop mit dem Titel: „Durch Stimme wirken! Zur Musikalität des Sprechens“. Anwesend waren Studierende aus fast allen Instituten. Schrittweise wurden die Teilnehmer*innen in das große und spannende Gebiet der Stimme geführt. Parameter wie Tempo, Lautstärke, Klangfarbe, Artikulation oder Absicht wurden lebhaft erkundet. Dieser Workshop hat vermutlich dem Zweck der interdisziplinären Ateliertage „Sprech-Künste“ am meisten entsprochen: Nicht nur wurde es von Studierenden aller Studienrichtungen wahrgenommen, sondern die Studierenden schätzten vor allem die Gelegenheit der gemeinsamen und aktiven Arbeit mit einem ihnen zunächst unbekannten „Werkzeug“.
In seinem experimental workshop arbeitete Jed Wentz mit drei verschiedenen Ensembles (Werke von Johann Gottlieb Graun, Jakob Friedrich Kleinknecht und Giovanni Stefani) und zeigte in der Praxis das, was er in seinem Vortrag am Tag zuvor behandelte. Woran erkenne ich Affekte in der Instrumental- und der Vokalmusik, was sind die Mittel, mit denen ich sie möglichst differenziert, überzeugend und eloquent erzählen kann? Die langjährige und fundierte Auseinandersetzung des Dozenten mit allen Darstellungsformen im 17. und 18. Jahrhundert machte neugierig und ließ erahnen, was ein intensives Studium dieses Themas mit sich bringen würde.
Der Workshop „Stimme – Text – Klang – Improvisation“ wurde von Studierenden und Lehrenden aus den Bereichen Musik und Schauspiel ebenfalls mit großem Interesse wahrgenommen. Zunächst stellte Jaap Blonk seine künstlerische Arbeit in einer Lecture Performance vor. Er präsentierte verschiedene von ihm selbst entwickelte Notationssysteme und erläuterte sein methodisches Vorgehen. Im Workshop wurde auf sehr spielerische Weise mit Klangpoesie, Sprechklängen und unterschiedlichen Rhythmen improvisiert, dabei entwickelten sich aus den Stimmklängen immer mehr auch spielerische körperliche und gestische Vorgänge. Den Abschluss bildete eine sehr dynamische chorische Gruppenimprovisation, zu der jede*r Teilnehmende eine kurze Soloeinlage beisteuerte.
Das Atelier Körper(Re)Formen – (An)Notationen nahm die vielfältigen Gestaltungsoptionen des (instrumentalen wie ästhetischen) Tänzer-‚Körpers‘ in seinem Umgang mit ‚Form‘ in den Blick.
Konzeption: Rose Breuss und Claudia Jeschke
Thematisiert wurden zum einen Prozesse choreo(-)graphischer Formung (in der Praxis und als Notation), zum anderen kreative Formierungen des Körperraums im Tanzen selbst sowie institutionalisierte Reformen als produktiv theatralisierte und pädagogisierte Zugriffe auf den Körper. Die internationalen Referentinnen und Referenten bewegten sich mit ihren künstlerischen und wissenschaftlichen Forschungen innerhalb dreier Zeitschichten und erkundeten deren heterochrones Potential, demnach auch deren Relevanz für die Konstruktion zeitgenössischen Tanzwissens. Sie experimentierten mit beispielhaften Tanzphänomen des 19. Jahrhunderts, der Zeit zwischen 1900 und 1930 und befassten sich mit Körper(Re)Formen als aktuell bedeutsamen theoretischen Programmen.
Vom 24.–25. November fand an der Anton Bruckner Privatuniversität der 33. Jahreskongress der EPTA Österreich statt. Das Diskussionsforum Klavierpädagogik stand dabei unter dem Motto „Reden wir über …“. Für die Eröffnung des Kongresses konnte Armin Thurnher, Herausgeber und Chefredakteur der Wochenzeitschrift Falter, für ein Impulsreferat gewonnen werden.
Künstlerisch-wissenschaftliche Kooperation des Instituts für Tasteninstrumente (Till Alexander Körber) und des Instituts für Theorie und Geschichte (Lars-Edvard Laubhold)
Projektpartner:
Till Alexander Körber, Initiator, Advisor und Koordination der künstlerischen Beiträge
Anton Voigt, Advisor
Lars-Edvard Laubhold, Projektplanung und Koordination der wissenschaftlichen Beiträge
Während das Symposium sich dem Leben und Werk Steuermanns widmete, der neben seiner pianistischen Tätigkeit auch als Lehrer und Komponist von Rang wirkte, sollte in zeitlicher Verschränkung dazu Steuermanns Œuvre im Kontext der bekannteren Komponisten der Wiener Schule einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Ars Electronica Festival
Projektbeteiligte:
Volkmar Klien: Projektleitung/Ansprechperson an der ABU
Enrique Tomás: Forschungsmitarbeiter an der Kunstuniversität Linz im Bereich Tangible Music
Ko-Organisator*innen Sonic Saturday, ABU: Se-Lien Chuang, Andreas Weixler
Karin Harasser: Kunstuniversität Linz
Salomé Voegelin: Sound Arts, London College of Communication, University of the Arts London, UK
Gerhard Widmer: JKU, Institute for Computational Perception
Das Sonic Saturday Symposium ist ein Symposium unter Teilnahme internationaler Künstler*nnen und Theoretiker*nnen, das sich primär an eine Zuhörerschaft aus den während des Festivals in Linz anwesenden Spezialist*innen im Bereich digitaler Musik aus aller Welt wendet. In den vergangenen beiden Jahren konnte sich das Symposium als digital music focus des Festivals bestens etablieren. Das Symposium wurde in Zusammenarbeit mit Enrique Tomás, einem Mitglied der neu gegründeten Tangible Music Group (Leitung: Univ.-Prof. Martin Kaltenbrunner), am Institut für Medien der Kunstuniversität Linz organisiert.
Organisation: Nils Grosch (Paris-Lodron-Universität Salzburg), Carolin Stahrenberg (Anton Bruckner Privatuniversität Linz), Thomas Enzinger (GF Lehár Festivals Bad Ischl)
Critical Friends mit Hermann Schneider und dem Publikum des MusikTheaterLabors am 19.06.2018 im Landestheater
Moderation: Constanze Wimmer
Lecture Performance mit Gerhard Stäbler, Daniel Ott, Manos Tsangaris, Jennifer Torrence und Trond Reinholdtsen
Koordination: Carola Bauckholt
Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien in Kooperation mit der Kunstuniversität Linz und der Anton Bruckner Privatuniversität Linz
Konzeption: Susana Zapke
Begrüßung mit Thomas Macho, Susana Zapke und Ursula Brandstätter
Tagungsorte:
17. Mai 2018: IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften | Kunstuniversität Linz in Wien
18. Mai 2018: MUK Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
Rose Breuss, Anton Bruckner Privatuniversität Linz
Lecture-Performance: 93 Takte Jean Cébron. Die phantomatischen Objekte der Tanznotation
Tanz: Maria Shurkhal und Constantin Georgescu
Projektpartner:
Ao. Univ.-Prof. Wolfgang Brunner, Initiator (Universität Mozarteum Salzburg)
Univ.-Prof. Dr. Lars-Edvard Laubhold, wissenschaftliche Beratung (ABU/Kremsegg)
Musikinstrumentenmuseum, Schloss Kremsegg
Das Musikinstrumentenmuseum Schloss Kremsegg bewahrte in seinen Beständen ein wertvolles Salterio von Antonio Battaglia. Das Museum nahm dies im März 2018 zum Anlass, mit einem Symposium zur Geschichte dieser Instrumentengattung ein Forum für die Spezialist*innen des Instrumentes (Musiker*innen und Forschende) zu bieten.
Das Symposium verstand sich als ein Forum, das einer verstreuten Community Gelegenheit zum Austausch und zur Diskussion neuester Erkenntnisse und Entwicklungen biete. Im Sinne einer fächerübergreifenden künstlerisch-wissenschaftlichen Forschung fanden sich unter den Referentinnen und Referenten Musikhistoriker und Organologen ebenso wie ausübende Künstlerinnen und Künstler, Instrumentenmacher und Restauratoren, die in Übersichtsdarstellungen zu Instrumentenbau und -gebrauch, zur Ikonographie oder zum Repertoire das Thema ebenso beleuchten wie in Fallstudien zu einzelnen Instrumenten oder Musikern.
Eine Kooperation zwischen der Anton Bruckner Privatuniversität und der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz (Beratungszentrum und Z.I.M.T.)
Die Veranstaltung erörterte den konstruktiven Umgang mit sprachlicher, religiöser und kultureller Vielfalt aus wissenschaftlicher und künstlerischer Perspektive. Dazu wurden in den Hauptreferaten am Vormittag durch den Pastoraltheologen Paul Zulehner, den Migrationsforscher Mark Terkessidis und die Preisträgerin des Redewettbewerbes „Sag’s multi“ Soritta Kim unterschiedliche Impulse gesetzt. Studierende der ABU brachten ihre Sichtweisen am Vormittag in Form von künstlerischen Kurzinterventionen ein. Möglichkeiten des Umgangs mit der Vielfalt als Normalität in den Schulen zeigten die Präsentationen mehrerer schulischer Projekte. Am Nachmittag gab es die Gelegenheit, sich in unterschiedlichen Workshops mit einem der Themenaspekte intensiver zu beschäftigen und Bezüge zu pädagogischen Handlungsfeldern herzustellen.
Internationales Symposium zur Natur und Natürlichkeit auf der (Musik)Theaterbühne